Dienstag, 31. Januar 2017

#Gemüseexpedition Chicoree-Schiffchen

Wie ist das eigentlich, wenn die Fotos für nen Beitrag nix werden? Postet ihr dann trotzdem oder spart ihr euch den Beitrag dann einfach? Und was, wenn ihr aber damit an einer Aktion teil nehmen wollt?

Ich habe aktuell den Fall. Ich habe nämlich etwas gekocht, bzw. nachgekocht. Die Juli von HeimatPOTTential hat nämlich bei Snapchat Chicoree Schiffchen mit Hack gemacht. Das Ganze wurd dann auch noch mit einem Kartoffel-Sellerie-Püree bedeckt und mit Feta überbacken. Leider waren Licht und Fotograf nicht ganz wach und somit sind die Fotos ziemlich ziemlich unbrauchbar. Generell würde ich ja sagen mir egal, koch ich das halt in 1-2 Wochen nochmal neu und schau, dass ich es dann nochmal vernünftig ablichte, aber erstens wollte ich doch bei der #Gemüseexpedition von Clara @tastesheriff mitmachen und zweitens glaube ich nicht, dass die Fotos generell appetitlich aussehen werden, was aber in der Natur des Gerichtes liegen könnte.

Neue Bilder werde ich auch auf jeden Fall nachreichen, vorerst müssen die Gruselfotos aber her halten. Auch mit einer großen Story möchte ich euch heute verschonen, da ich eh schon knapp dran bin ;-)

Wie gesagt, das Rezept habe ich mir nicht ausgedacht, trotzdem will ich es aber mit euch teilen.

Für 4 Personen mit großem Hunger oder auch 6 mit normalem Appetit brauchst du:
  • 1 Päckchen Chicoree (sind meist so 3 Stück drin)
  • 400g Hack
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch
  • 1 dicker EL Tomatenmark
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Schmand
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Seranoschinken 
  • Feta
Zwiebeln und Knoblauch schneidet klein schneider und andünsten, danach das Hackfleisch dazu geben und mit anbraten. Jetzt auch das Tomatenmark mit dazugeben und etwas anrösten lassen. Dann entfaltet sich das Aroma besonders schön.
Lösch das Ganze dann mit der Gemüsebrühe ab (im Notfall geht auch Rinderfond). Nur noch Schmand und die gehackten Tomaten dazu und dann kann mit Salz, Pfeffer, Oregano und einer Prise Zucker gewürzt werden. Hier hab ich bei mir evtl. etwas übertrieben, also haltet euch mit dem Salz ein kleines bisschen zurück.
In Julis original Rezept kommt noch ein Schuss Honig, bzw. Agavendicksaft. Den habe ich bei mir einfach vergessen, habe ihn aber auch nicht wirklich vermisst.
Lasst das Ganze jetzt einfach auf kleiner Flamme noch ein bisschen köcheln, damit etwas Flüssigkeit von den Tomaten verdampfen kann.

In der Zeit gehts los mit Schritt Nr. 2: Der Kartoffel-Sellerie-Püree-Haube
Dafür brauchst du:
  • Sellerie
  • Kartoffeln (oder nen fertigen Kartoffelpüree)
Der Sellerie wird geschält, klein geschnitten, weich gekocht und anschließend zerstampft. Ich habe immer welchen in handlichen Suppenportionen tief gefroren und weiß deswegen nicht genau, wieviel ich genommen habe. Würde ich die Tage aber auf jeden Fall auch nochmal abwiegen. Sooo viel wars aber nicht, da ich nicht wusste, ob der Mann so ein Selleriefan ist. Beim Kartoffelpüree war ich faul und habe ein fertiges Tütchen genommen. Wer mag kann hier aber auch seine eigenen Kartoffeln stampfen.Wer mag gibt noch Petersilie oder anderes dekoratives Grünzeug hinzu. Ich bin Purist und habs weg gelassen.

Schritt 3 folgt (nachdem du nochmal in der Hackfleisch Soße gerührt hast)
Du brauchst:
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch
  • etwa 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Schmand (dann ist der Topf auch leer)
  • ca 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
Auch hier ganz einfach. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, mit Brühe ablöschen. Schmand und Sahne rein, kurz aufkochen lassen und dann würzen. Wenn du meinst, dass du zu wenig Flüssigkeit für die Große deiner Auflaufform hast, verlänger die Soße ruhig mit mehr Brühe oder Sahne, oder beidem.

Schritt 4 jetzt gehts ans eingemachte.

Geh dem Chicoree an die Wösche. Sprich, entkleide ihn Blatt für Blatt und setz diese für mindestens 10 Minuten auf kaltes Wasser, das entfernt noch einige Bitterstoffe.
Jetzt bilden jeweils 2 Blätter ineinandergeschoben ein Schiffchen. Etwa so:


Jedes dieser Schiffchen wird jetzt mit der Hackfleischmasse gefüllt und mit jeweils 2 weiteren Chicoreeblättern bedeckt. Diese Päckchen werden nun mit jeweils einer bzw auch gerne zwei, wenn man Schinkenfan ist, umwickelt, sodass du kleine Chicoreepäckchen im "Speck"mantel erhälst. Die Päckchen verteilst du nun in einer gefetteten Auflaufform, verteilst die restliche Hackmasse, falls nicht alles in die Schiffchen gepasst hat, in den Zwischenräumen, gießt die Sauce drüber und dann sollte das irgendwie besser aussehen, als das:


Püreemasse drauf verteilen, mit soviel Feta, wie du magst bekrümeln und bei 190°C Umluft für etwa 25 Minuten ab in den Ofen.

Vorher


Nachher

Ich hoffe du siehst, was ich mit Katastrophen Fotos gemeint habe. Aber es ist ja allgemein bekannt, dass die leckersten Sachen einfach nicht Fototauglich sind. Versuchen werde ich es aber auf jeden Fall noch einmal. Vielleicht in kleineren Formen oder so. Mal sehen ;-)




Freitag, 13. Januar 2017

#Gemueseexpedition Januar: Chicoreesalat

Chicoree... was ist das eigentlich?

Chicoree ist ein Bittersalat und gehört zu der Familie der Korbblütler. Vor allem in Belgien, Frankreich und den Niederlanden wird er aber in gedünsteter Form auch gerne als Gemüse genutzt. Aus der ziemlich große Zichorienwurzel wurde damals eine Art Kaffeeersatz gekocht, gegessen werden jedoch nur die Blätter.
Ich möchte gerne beide Varianten ausprobieren, die rohe und die gedünstete, beginne aber mit dem klassischen rohen Chicoreesalat, wie ihn meine Oma schon gemacht habt.
Falls du online auf der Suche nach Rezepten mit Chicoree bist, lass dich nicht verwirren. In Frankreich wird der Chicoree nämlich oft als Endivie bezeichnet und der Endiviensalat als Chicoree. Klingt zwar komisch, ist aber so...


Du brauchst:
  • 1 Päckchen Chicoree (das sind meistens 3 Stück drin)
  • 1 EL Essig
  • 3 EL Öl
  • Pfeffer
  • Salz
  • ein Schuss Sahne
  • ein Schuss Maggie
 Die Zubereitung ist auch kinderleicht.
Halbiere den Chicoree und schneide den Kern heraus. Dieser hat besonders viele Bitterstoffe und ist daher ziemlich ungenießbar. Detze die restlichen Blätter dann 10 Minuten auf kaltes Wasser. Das entzieht zusätzlich Bitterstoffe und macht den Chicoree insgesamt milder. Schneide dann alles so klein, wie du es am liebsten magst.
Für das Dressing vermischst du einfach alle Zutaten und vermengst es mit dem Salat.
Voila! Schon geschafft. Besonders oft gibt es diesen leichten Salat zu schweren Gerichten mit viel Fleisch und Kartoffeln.

Auf Gemüseexpedition mit Claretti

Guten Abend ihr lieben Abenteurer.

Die liebe Clara von Tastesheriff hat dieses Jahr zu einer ganz tollen Aktion aufgerufen. Da wir alle ziemlich festgefahren sind in den Dingen, die wir regelmäßig kochen und einkaufen, bleibt gewisses Gemüse einfach auf der Strecke. Klar, habe ich schonmal Kohlrabi gegessen. Das tue ich sogar ziemlich gerne, aber immer nur bei Muddi. Selbst gemacht habe ich sie in den 6 Jahren, die ich jetzt mit dem Mann zusammen lebe erst ein einziges mal. Keine sonderlich gute Bilanz.
Aber das möchte ich gerne ändern. Auch die fabelhafte Juli von HeimatPOTTential (der einzige Grund, weswegen ich überhaupt Snapchat nutze) probiert sich derzeit an Gemüserezepten von Sorten, die sonst nie auf den Teller kommen.
Meine Mutter und die Oma sind von der Idee so begeistert, dass sie auf jeden Fall auch mit mischen möchten. Dementsprechend werden wohl die meisten Rezepte zu dem Thema Gemüseexpedition dieses Jahr aus der Familie stammen.

Der Expeditionsplan sieht übrigens folgendes vor:
Januar - Chicoree
Februar - Wirsing
März - Spinat
April - Rettich
Mai - Kohlrabi
Juni - Buschbohnen
Juli - Fenchel
August - Radieschen
September - Rote Beete (Bunte Beete)
Oktober - Chinakohl
November - Grünkohl
Dezember - Rotkohl

Das einzige Problem an der Sache ist, dass ich Wirsing und Grünkohl so wirklich überhaupt garnicht mag! Deswegen werden wir auch evt. ein paar kleine Änderungen im Plan vornehmen. Da ich aber eh vorhabe jeden Monat 2-3 Rezepte zu testen und wenn sie was werden auch zu verbloggen, werde ich beidem mal eine Chance einräumen. Evtl. finden das die Familie und der Mann ja super und nur ich hab damit ein Problem. Dann hätte es ja auch durchaus trotzdem eine Daseinsberechtigung hier. Trotzdem haben wir uns überlegt den einen Monat zum Poree zu wechseln und im anderen beim Blumenkohl vorbeizuschauen. Die beiden kommen bei uns nämlich auch viel zu selten auf den Tisch. Poree eigentlich nur als Suppeneinlage, aber als Gemüse... geliebäugelt habe ich auch mit Weißkohl, aber den mag ich echt gerne und er kommt als Weißkohl Hackfleisch-Pfanne bzw. Krautsalat auch echt oft auf den Tisch. Somit wäre ja der Sinn ein klein wenig verfehlt ;-)

Meine Mutter und Großmutter waren mir bisher schon eine große Hilfe. Wir haben eigentlich schon unseren kompletten Fahrplan für das Jahr fertig. Zudem habe ich mir auch schon so ziemlich alle Rezepte raus geschrieben, die ich zu den einzelnen Gemüsesorten gerne machen würde.
Mit dem Chicoree müssen wir uns jetzt ja schon fast ein bisschen sputen. Geplant sind
1. ein klassischer Chicoree Salat (evtl. in zwei Versionen) und
2. Chicoree Schiffchen gefüllt mit Hackfleisch und mit Feta überbacken. 

Wer von euch ist denn auch mit dabei, wenn es heißt eine Gemüseexpedition die ist lustig, eine Gemüseexpedition, die ist schön...?



Quelle: http://www.tastesheriff.com/die-gemuese-expedition/

Ich hoffe morgen schon das erste Rezept zusammen mit meiner Mutter testen zu können. Denn es ist ratsam immer jemanden zu haben, falls einem das Essen dann selbst gar nicht schmeckt, was bei "fremdem" Gemüse ja durchaus mal der Fall sein kann. Also ran an den Chicoree und ab die Post!

Die Rezepte müssen nur immer innerhalb des entsprechenden Monats gepostet werden und dürfen nicht aus dem Archiv stammen. Der Hashtag #Gemueseexpedition darf gern genutzt werden und wenn man die tolle Aktion der lieben Clara auch noch verlinkt, kann man sein Bild vielleicht auf Pinterest bestaunen.

Persönlich freue ich mich schon sehr auf die Herausforderung und hoffe dann auch in Zukunft dieses "fremde" Gemüse mehr in unserer Küche zu finden.

Ich hoffe ihr macht auch alle zahlreich mit und wer weiß. Vielleicht zaubert eine/r von euch ja dabei mein neues Lieblingrezept aus dem Hut ;-)




 

Sonntag, 8. Januar 2017

Hochzeitstorte Birch Tree

Diesen Sommer haben Freunde von uns geheiratet. Den Stefan kennt der Mann jetzt schon seit 16 Jahren und ich kenne ihn seit über 12 Jahren. Als die Frage nach der Hochzeitstorte kam, war für mich natürlich sofort klar, dass ich mich um kein anderes Geschenk mehr für die beiden kümmern muss :-D Ich finde Hochzeitsgeschenke nämlich immer unheimlich schwierig. Noch schlimmer als Geburtstage, Weihnachten oder Jahrestage. 
Ein paar Wochen vor der Hochteit haben wir uns dann noch einmal zusammen gesetzt zund überlegt, wie die Torte aussehen könnte. Die beiden haben mir verraten, wie sie die Tische dekorieren werden, was sie für die Kirche geplant haben und welche Farben sie verwenden würden.
Dekoelemente und Farben waren überwiegend natürtöne und auch die Tischdeko war sehr natürlich. Die Platzkarten waren kleine gravierte Birkenscheben, überall standen frische Blumen und Vasen und Windlichter mit Spitze verziert. Entsprechend den Vorgaben habe ich mich dann auch für eine Torte in einem natürlichen Look entschieden. Ich muss dazu sagen, dass die beiden mir bei der der Deko vollkommene Entscheidungsfreiheit gelassen haben. "Rike, wir vertrauen dir da. Die wird schon toll" sind so in etwa die schönsten Worte, die man sich in einem solchen Fall vorstellen kann.


Geplant war von der Braut eine Torte zum anschneiden (mit Schokoböden und Himbeercreme) und viele kleine Cupcakes zum satt essen. Zumal es auch noch ein seperates Nachtischbuffet gab. Verhungern musste also wirklich niemand!


In Anlehnung an die Tischdeko und die Platzkärtchen habe ich mich dann für eine Torte in Birkenstammoptik entschieden. Nicht zu kitschig, schlicht, aber trotzdem schön und mit den golden schimmernden Caketopper auch ein bisschen edel.



Die Fotografin hat auch noch ein paar Bilder der Torte gemacht und ich hoffe, dass ich da noch ein paar schönere Fotos bekomme, da ich vor lauter Aufregung, dem Aufbau, der "Übergabe" an das Brautpaar etc. vergessen habe auch die Cupcakes mit aufs Bild zu nehmen. *shame on me*



Geschmacklich gab es unter anderem:
  • Schokomuffins mit Nutellatopping
  • Zitronenmuffins mit Lemoncurdtopping
  • Cookiedough-Cupcakes
  • Schokomuffins mit Himbeer-Marcarpone-Topping
und noch einige andere wilde Kombinationen.





Alle Gäste wurden satt, das Brautpaar war glücklich (zumindest haben sie das behauptet und irgendwie sehen sie ja auch ganz happy aus ;-) oder?) und wir sind nach der Party mal ganz entspannt 14 Stunden lang nach Österreich in den Familienurlaub gefahren.
Es war ein sehr schönes, stressiges und anstrengendes Wochenende mit perfektem Hochzeitswetter. Ich hab geschwitzt, geweint, mir die Finger verbrannt und wenig geschlafen, aber ich hätte es mir echt selbst übel genommen, hätte ich den beiden absagen müssen und bin heute umso glücklicher zu sehen, dass eigentlich alles gar nicht so schlimmm war und mir selbst das Ergebnis auch jetzt noch gut gefällt.
Vielen Dank liebe Marina und lieber Stefan, dass ihr so viel Vertrauen in mich hattet und mir vollkommen freie Hand gelasse habt <3 war ja schon ein bisschen mutig ;-)