Donnerstag, 18. Mai 2017

Lüttich - Liège - Luik oder wie man sich am schönsten verlaufen kann

Wir haben derzeit eine Woche Urlaub, bzw. die obligatorischen 4 für 10 freie Ostertage. Eigentlich wollten wir in den Urlaub fahren. So ganz enstspannt von Montag bis Donnerstag einfach von zu Hause raus. Aber ihr kennt das... erst kann man sich nicht entscheiden, dass sind alle Sachen, die in der engeren Wahl waren ausgebucht und im Endeffekt verbummelt man dann noch die restlichen zwei tage damit Alternativen zu finden, die aber eigentlich keine Alternativen sind, um dann doch zu Hause zu bleiben.
Deswegen werden wir wohl auch diese Woche noch damit anfangen unseren Sommerurlaub zu planen :D
Aber wir wohnen hier eigentlich schon ziemlich gut in Viersen. man ist schnell in den Großstädten NRWs, im Ruhrpott, in den Niederlanden oder auch in Belgien. In 100km Umkreis findet man 1.000 schöne Dinge. Aber auch hier wieder das Problem... wer die Wahl hat, hat die Qual.
So haben wir uns gestern spontan dazu entschieden einen Tag nach Lüttich zu fahren. Das sind knappe 75 Minuten hin und somit relativ spontan umzusetzen. Eigentlich wollten wir ja erst heute fahren, aber nach 14 verschiedenen Wettervorhersagen haben wir uns dann doch für den Mittwoch entschieden. Und was soll ich sagen, es war gut so.
An Lüttich hatten wir generell keine großen Ansprüche. Wir wollten leckere Waffeln und ein paar belgische Pommes essen und da ich noch nie im echten Paris war, wollte ich wenigstens mal "klein Paris" sehen. So wird Lüttich nämlich auch gerne genannt.
Wichtig ist es zu wissen, dass Lüttich erstmal einen nicht sonderlich schönen Eindruck macht. Viel altes, gruseliges Industriegebiet, Plattenbauten und runter gekommene Hochhäuser haben wohl schon den ein oder anderen Tourist vorzeitig umdrehen lassen.

Geparkt haben wir im Interparking Cité, weil wir sehr zentral stehen wollten und ja das klingt jetzt komisch, nicht weit weg von unserer geplanten letzten Station, dem le frite. Generell ist es aber schwierig ein Parkhaus zu finden, was für den ganzen Tag mehr als 15€ kostet. Zwischen 1€ die Stunde und 14,20€ pro tag ist alles drin. Wir wollten nicht groß suchen und haben das für uns nächste Parkhaus angesteuert.
Los gezogen sind wir dann erstmal in Richtung Stadt. Zum Place Saint-Lambert um genau zu sein.


Tivoli

Palais Provincial

Hier gibt es den Palais des Princes-Évâque mit dem Palais Provincial und viele andere schöne historische Gebäude.
Problematischer an unserem Ausflug war jedoch die Sparache. Im wallonischen Teil Belgiens spricht man französisch. Und zwar fast überall ausschließlich französisch. Vonwegen man kommt mit englisch überall zurecht. Nicht in Wallonien. Also lernt vorher schon mal, wie man eine belgische Waffel bestellt ;-) Zum Glück spricht der mann gebrochen französisch, wobei das auch nur mit Resten vor Erinnerungen an die 9te Klasse ^^.
Wer also bisher dachte, dass Franzosen selbst schon sehr eigen sind, was ihre Sprache angeht, der war noch nie bei den Wallonen.

St. Paul´s Cathedral

 Das erste mal am Ende der Stadt angekommen, wir sind die ganze Zeit in Richtung Cathedrale gelaufen, hat die eigentliche Irrfahrt dann angefangen. Die Cathedrale selbst war leider nicht sonderlich gut zu erkennen, da sie derzeit fast vollständig in Gerüsten eingepfercht ist. Nach den typischen Fotos zu urteilen ist sioe eigentlich ziemlich schön und auch der Platz davor ist schön gestaltet. Leider hat man davon aber nichts sehen können. Auch neben der St. Pauls Cathedral war eine mega Baustelle, die einem neben staubiger Luft auch noch jede Menge Lärm beschert hat.

































Doch vom "Ende" der Stadt haben wir noch ein weiteres Türmchen erblickt und sind einfach mal der Straße gefolgt. Gelandet sind wir am Eglise Saint-Jaques. Wunderschön gelegen haben wir dort unsere erste Pause gemacht. Geplant, wo ganz grob gesehen die Reise hin gehen soll und was wir wo essen wollen.
Als ersten Snack mussten dann ganz klar Lütticher Waffeln her. Ich meine was soll man denn schon sonst in Lüttich essen, wenn keine Waffeln? Das Angebot erschlägt einen regelrecht und man muss genau hinsehen, wo man seine Waffeln erwirbt. Viele Läden haben sie schon vorgebacken und machen sie dann nur nochmal warm. Davor würde ich persönlich abraten. Fündig wurden wir dann bei Pollux direkt an der Cathedrale. Dort werden die Waffeln frisch gebacken und es gibt auch keine 1.000 Auswahlmöglichkeiten. Es gibt welche in Vanille, sprich pur, mit Zimt und Zucker, in Schokosauce getränkte Waffeln und welche in die 3 Schokostäbe hineingeschoben werden.
Wir haben die beiden Schokovarianten getestet.


Leider war die Schokosauce keine, die mit der Zeit fest wird und so hat sich der Mann gleich mal die Hose versaut. Unfassbar gut war jedoch die Variante mit den Schokosticks. In der heißen Waffel schmelzen sie und mit den karamellisierten Ecken des Teiges echt eine Wucht! Preislich ist man mit 2,50€ mit dabei. Anzemerken ist auch vielleicht, dass Belgien generell kein sonderlich günstiges Land ist ;-)

Weiter ging es mit der Erkundungstour durch die Stadt. Der Mann ist ja so einer, der auch gern mal hier die Gasse und da die Seitenstraße rein läuft. Mal geht gut und manchmal endet man dann halt in einer Gasse gesäumt von Kiffern, die zu französischem HipHop seltsam deine Kamera beäugen. Wir waren dann genauso schnell wieder da weg, wie wir hinein gefunden haben.
Die nächste Seitenstraße vehieß dann etwas besse auszusehen. In Lüttlich gibt es viele kleine Baguetterien, Käsereien, Patisserien und Metzgereien, die mit fein dekorierten Schaufenstern einladen mal hinein zu schaien. Aber auch hier ist es zu empfehlen vorher französisch zu sprechen.

Als dann die Sonne raus kam musste noch schnell eine große Kugel Eis her, oder auch zwei. Wir wollten nicht lange suchen und haben bei Australian halt gemacht. Es gab ein Soja-Himbeer Eis und eins aus Rocher. Aber das Himbeereis war echt der Knaller. Super Himbeerig, ohne dabei zu künstlich oder zu süß zu sein. Wirklich gut!



Übrigens scheint Decathlon ein  üblicher Ausstatter zu sein, denn wir haben diverse Menschen gesehen, die zufällig auch alle die gleichen Regenjacken trugen, wie wir. ^^
Ach noch ein kleiner Tipp... Es gibt zwar einen botanischen Garten in Lüttich, der auch gerne mal angepriesen wird, aber glaubt mir... der lohnt nicht. Ich glaube da ist jeder gut Sortierte Blumenmarkt besser aufgestellt und günstiger im Eintritt ;-)

Angetrieben von zu viel Zucker und einer Erinnerung an einen Eintrag bei TripAdvisor sind wir dann blindlinks in Richtung Berg gelaufen. Immer der Nase nach. Irgendwo musste es da ja hoch gehen.
Wir sind dann aber nicht klassisch die 40.000 Stufen am Montagne de Bueren hoch gekraxelt, sondern sind am Saint Martin hoch gewandert. Auch, wenn das dann ehr dem Zufall geschuldet war.































Im Nachhinein glaube ich auch, dass das die bessere Wahl gewesen ist. Wir haben schöne Flecken der Stadt gesehen mit kleinen verwinkelten Gassen und wunscherschönen kleinen Häusern. Zum Teil erinnerte es an eine kleine Bergstadt in Italien oder dergleichen. Wirklich traumhaft.


Endlich oben angekommen hatten wir dann einen tollen Blick über die Stadt.



Aber ihr kennt das... wer hoch läuft muss auch irgendwie wieder runter kommen ;-) Und ich muss sagen selbst das runter kommen war anstrengend. Da sind schlotternde Knie vorprogrammiert. Viel erstaunter waren wir aber dann, als uns ganze Gruppen von Joggern entgegen kamen, die da hoch stiefelten, als wäre das nicht im Ansatz eine Herausforderung. Meine Theorie ist einfach, dass die Kinder schon in jungen Jahren mit dieser Treppe gequält werden. Als wir unten ankamen kam uns der Beweis entgegen. Eine ganze Fußballmannschaft von etwa 14-jähriger Jungs musste dort sein Training absolvieren.

Hier noch mal ein genauerer Eindruck der vorherrschenden Dimensionen.


Wer also gut französisch spricht und gerne auf Entdeckertour geht, dem kann ich Lüttich mit gutem Gewissen ans Herz legen. Der Touri-Teil der Stadt ist nciht sonderlich groß, aber wenn man auch mal abseits der Reiseführer die Augen offen hält, kann einen die Stadt durchaus positiv überraschen.




Samstag, 8. April 2017

proBIER was neues - Belhaven & Greene King

Freunde der gepflegten Bierkultur... heute geht es los mit dem ersten Bericht. Bevor es aber an die sprudeligen Kaltgetränke geht, gibts noch ein bisschen was vorab.

Angefangen haben wir mir zwei Bieren, die mir optisch einfach sehr gefallen haben. Bei einer schier nicht endenden Auswahl an Flaschen, habe ich das Hauptauswahlkriterium einer Frau genommen... die Optik. Denn mal ehrlich... das its doch das erste, was einem so ins Auge springt. Nicht die Sorte, das Land oder die %, nein die Optik zieht mich im Laden von Flasche zu Flasche und lässt mich oftmals entscheiden, welche ich für eine nähere Begutachtung aus dem Regal ziehe.

Hierzu noch ein kleiner Exkurs zu unseren Bezugsquellen vor Ort.
Wenn wir noch schnell was für den Abend suchen und nicht sonderlich viel Zeit haben sind die Läden der ersten Wahl wohl der große Trinkgut Markt hier in Dülken und der Edeka Endt in Mönchengladbach, gleich am Borussia Park. Die Auswahl ist auf jeden Fall größer, als bei den meisten anderen Märkten und vor allem in Sachen Craft beer sind beide Märkte schonmal ganz gut aufgestellt.

Haben wir aber etwas mehr Zeit und planen in nächster Zeit wieder mehr auszuprobieren, so zieht es uns immer wieder nach Düsseldorf-Bilk. Hier ist die erste Anlaufstelle definitiv der HOLY CRAFT Beer Shop auf der Friedrichstraße. 



Sebastian und Thorsten, sowie ihr ganzes Team, sind sehr kompetente Ansprechpartner, wenn es um ne leckere Hopfenkaltschale geht und dazu noch alle richtig nett. Der Laden ist zudem einfach nur toll. Die Biere sind nach Brausorten, wie z.B. IPA oder Weißbier, sortiert und so findet man schnell, was man sucht, bzw. die Ecke, in der man sich wohlfühlt ;-)

Die Jungs vom Holy Craft haben sogar schon ihr eigenes Bier im Sortiment. Zusammen mit "Freigeist Bierkultur" haben sie das Dölsch gemacht. Haber wir natürlich auch schon getestet, aber um das geht es heute nicht.

Auf dem Rückweg vom Holy Craft zum Auto, gehts in der Regel noch schnell auf eine Poutine und einen drunken sailor von Crew Republic im Frittenwerk vorbei. Vorher jedoch gibts noch "Unlicht" einen Szeneladen für Mittelalter- und Gothiksachen. Aber die haben auch Bier. Weniger hipsteriges Craft Beer, sondern mehr so ausgefallene Sorten auf England, Irland, Schottland & Co.

Hier sind wir eigentlich auch schon beim einzigen Manko der Läden... das Parken kann sich als außerordentlich kompliziert erweisen. Aber das ist halt Düsseldorf und beim Holy Craft gibts ja die coolen 6er-Träger und bisher ist uns noch nix gefallen ^^

Jetzt aber genug drum rum erzählt.
Anfangen tuen wir mit einem Original Scottish Craft aus Dunbar, Scottland:



Belhaven Brewery Scottish Ale
5,2%
die Flasche sagt:
  • rich nutty smooth
  • Our signature Scottish Ale is the beer we´ve brewed the longest an is our best-selling bottle world-wide. We brew it from 100% Scottish Optik and Crystal barley malts for a nutty, biscuit character, balanced with a subtle spiciness from Challenger ans Goldings hops for an all-around satisfying beer. - Zitata George Howell - Master Brewer. Belhaven
Rike sagt:
Eigentlich bin ich ja kein Freund von dunklen Bieren, aber dieses hat mir wirklich gut geschmeckt. Die rot-braune Farbe ist im Glas schon sehr ansprechend und der süßliche, leicht nussige Duft springt einem förmlich in die Nase. Kein Wunder also, dass es das beliebteste Bier der Brauerei ist ;-)  
Ich hoffe demnächst mal ein paar andere Belhaven Brewery´s zu finden, denn alle Flaschen sehen toll aus und wenn sie alle so gut sind, wie das Scottish Ale, könnte das großartig werden. Falls wir noch andere Sorten finden, werde ich es euch wissen lassen.


Als zweites Bier gab es bei uns das 


St Edmunds Golden Beer von Greene King, der größten Brauereigruppe Englands.
4,2%
gebraut zu St Edmunds 600-jährigen Jubiläum
die Flasche sagt:
  • fresh golden Beer with a citrus finish brewed using male malt and cascade hops.
  • St Edmunds, the first patron saint of England, lends his name to this fresh golden beer with a citrus finish. Brewed using pale malt and cascade and first gold hops, it is a refreshingly crisp ale. Just one of a selection of great-tasting beers, created by Greene King at our home in Bury St Edmunds, Suffolk, England
Rike sagt:
Also mir persönlich war es für ein golden Beer einfach zu malzig und auf Malzbier steh ich leider nicht sonderlich. Zudem hatte es eine leicht saure Note. Dem Mann hingegen hat genau das besonders gut geschmeckt. Zitronennoten konnten wir allerding beide nicht entdecken. Ich glaube ich habe einfach mit einem sehr frischen Beir gerechnet und diese Erwartungen wurden nicht erfüllt. Das heißt jetzt auch nicht, dass das beir schlecht war. Es war nur nicht das, was ich erwartet habe. Ausgetrunken haben wir es natürlich trotzdem ;-) Es war halt nur einfgach nicht so gut wie das Scottish Ale, was wir vorher hatten.
Wer es aber gerne eine Spur malziger hat, der sollte das gilden beer von St Edmunds auf jeden Fall mal testen

Donnerstag, 23. März 2017

proBIER was neues

Ich bin kein Freund von Wein und Sekt. nein, Bier hat es mir angetan und das schon immer. Als Kind den Schaum von Papas Bier zu klauen, was das Größte.
Und noch bis heute habe ich mir die Liebe zum Bier erhalten.



Deswegen möchte ich auch nun jede Woche unter dem Motto "proBIER was neues" zwei Biere vorstellen, die ich in letzter Zeit gestetet habe. Dabei bin ich nicht zwingend der Typ der minimale Noten von Zeder und Macadamia raus schmeckt, nur weil es auf der Flasche oder im Internet steht. Ich versuche neutral zu berichten und habe dabei tolle Hilfe. Der Freund trinkt nämlich mindestens genau so gerne Bier, wie ich.
Wundert euch nicht... hin und wieder wird es vielleicht ein Bier geben, dass etwas aus der Reihe tanzt, aber das wird auch seinen Grund haben, denn an und zu muss man die Sichtweise ändern, um gewisse Erkenntnisse zu erlangen.
Einige der Biere, die hier zu sehen sein werden, gab es auch schon bei #7Tage7Biere auf Instagram, aber da dort nicht alle aktiv sind, werde ich sie auch hier noch einmal vorstellen.
Ich freue mich wirklich sehr euch auf diese Reise mitnehmen zu dürfen. Wenn ihr irgendwelche Fragen oder Anregungen oder aber auch Empfehlungen für mich habt, lasst es mich gerne wissen. Ich werde dann mein Bestes tun Fragen zu beantworten und Wünsche zu erfüllen.

Aber zunächst einmal was allgemeines:

Was ist dein Lieblingsbier und wozu gehört für dich ein gutes Bier?




#Gemüseexpedition März - Spinatsalat

Der März ist ja mein aller liebster Monat, was die Gemüseexpedition angeht, denn ich liebe ♥ liebe ♥ liebe Spinat wirklich sehr. Und das in allen Variationen. Als Salat, Garnierung auf dem Burger, blanchiert im Handbrot, mit Feta in Blätterteigschnecken gerollt oder als Lasagne. Ganz egal, solange Spinat drin ist, bin ich Fan!

Beginnen möchte ich auch hier wieder mit einem Salat.
In den Spinatsalat kann man eigentlich alles geben, was man gerne mag. Ich persönlich kaufe gerne Babyspinat, wasche und putze ihn und lasse die Blätter im Ganzen. Dazu gibts hier meistens Tomate, leicht angebratene Champignons und Zwiebeln. Hin und wieder verirrt sich auch etwas Hühnerfilet zum Salat.

Wichtig ist eigentlich nur das Dressing und das sollte man ein paar Stunden, besser noch einen Tag vorher zubreiten.

Du brauchst dafür:
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Öl
  • 2 EL dunklen Balsamico
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer 
Schneide den Knoblauch in kleine Würfel und koche die Brühe kurz auf. Gib, wenn du sie vom Herd gezogen hast, den Knoblauch hinein und lass das Ganze abkühlen. Füge nun einfach die anderen zutaten hinzu und schüttel alles gut durch.
Wem das ganze durch den Knoblauch zu scharf ist, kann diesen natürlich reduzieren. Ich liebe die Kombination aus Knoblauch und Spinat und deswegen darf es auch hin und wieder eine größere Zehe sein ;-)

Ein Foto reiche ich selbstverständlich noch nach.

Dienstag, 31. Januar 2017

#Gemüseexpedition Chicoree-Schiffchen

Wie ist das eigentlich, wenn die Fotos für nen Beitrag nix werden? Postet ihr dann trotzdem oder spart ihr euch den Beitrag dann einfach? Und was, wenn ihr aber damit an einer Aktion teil nehmen wollt?

Ich habe aktuell den Fall. Ich habe nämlich etwas gekocht, bzw. nachgekocht. Die Juli von HeimatPOTTential hat nämlich bei Snapchat Chicoree Schiffchen mit Hack gemacht. Das Ganze wurd dann auch noch mit einem Kartoffel-Sellerie-Püree bedeckt und mit Feta überbacken. Leider waren Licht und Fotograf nicht ganz wach und somit sind die Fotos ziemlich ziemlich unbrauchbar. Generell würde ich ja sagen mir egal, koch ich das halt in 1-2 Wochen nochmal neu und schau, dass ich es dann nochmal vernünftig ablichte, aber erstens wollte ich doch bei der #Gemüseexpedition von Clara @tastesheriff mitmachen und zweitens glaube ich nicht, dass die Fotos generell appetitlich aussehen werden, was aber in der Natur des Gerichtes liegen könnte.

Neue Bilder werde ich auch auf jeden Fall nachreichen, vorerst müssen die Gruselfotos aber her halten. Auch mit einer großen Story möchte ich euch heute verschonen, da ich eh schon knapp dran bin ;-)

Wie gesagt, das Rezept habe ich mir nicht ausgedacht, trotzdem will ich es aber mit euch teilen.

Für 4 Personen mit großem Hunger oder auch 6 mit normalem Appetit brauchst du:
  • 1 Päckchen Chicoree (sind meist so 3 Stück drin)
  • 400g Hack
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch
  • 1 dicker EL Tomatenmark
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Schmand
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Seranoschinken 
  • Feta
Zwiebeln und Knoblauch schneidet klein schneider und andünsten, danach das Hackfleisch dazu geben und mit anbraten. Jetzt auch das Tomatenmark mit dazugeben und etwas anrösten lassen. Dann entfaltet sich das Aroma besonders schön.
Lösch das Ganze dann mit der Gemüsebrühe ab (im Notfall geht auch Rinderfond). Nur noch Schmand und die gehackten Tomaten dazu und dann kann mit Salz, Pfeffer, Oregano und einer Prise Zucker gewürzt werden. Hier hab ich bei mir evtl. etwas übertrieben, also haltet euch mit dem Salz ein kleines bisschen zurück.
In Julis original Rezept kommt noch ein Schuss Honig, bzw. Agavendicksaft. Den habe ich bei mir einfach vergessen, habe ihn aber auch nicht wirklich vermisst.
Lasst das Ganze jetzt einfach auf kleiner Flamme noch ein bisschen köcheln, damit etwas Flüssigkeit von den Tomaten verdampfen kann.

In der Zeit gehts los mit Schritt Nr. 2: Der Kartoffel-Sellerie-Püree-Haube
Dafür brauchst du:
  • Sellerie
  • Kartoffeln (oder nen fertigen Kartoffelpüree)
Der Sellerie wird geschält, klein geschnitten, weich gekocht und anschließend zerstampft. Ich habe immer welchen in handlichen Suppenportionen tief gefroren und weiß deswegen nicht genau, wieviel ich genommen habe. Würde ich die Tage aber auf jeden Fall auch nochmal abwiegen. Sooo viel wars aber nicht, da ich nicht wusste, ob der Mann so ein Selleriefan ist. Beim Kartoffelpüree war ich faul und habe ein fertiges Tütchen genommen. Wer mag kann hier aber auch seine eigenen Kartoffeln stampfen.Wer mag gibt noch Petersilie oder anderes dekoratives Grünzeug hinzu. Ich bin Purist und habs weg gelassen.

Schritt 3 folgt (nachdem du nochmal in der Hackfleisch Soße gerührt hast)
Du brauchst:
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch
  • etwa 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Schmand (dann ist der Topf auch leer)
  • ca 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
Auch hier ganz einfach. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, mit Brühe ablöschen. Schmand und Sahne rein, kurz aufkochen lassen und dann würzen. Wenn du meinst, dass du zu wenig Flüssigkeit für die Große deiner Auflaufform hast, verlänger die Soße ruhig mit mehr Brühe oder Sahne, oder beidem.

Schritt 4 jetzt gehts ans eingemachte.

Geh dem Chicoree an die Wösche. Sprich, entkleide ihn Blatt für Blatt und setz diese für mindestens 10 Minuten auf kaltes Wasser, das entfernt noch einige Bitterstoffe.
Jetzt bilden jeweils 2 Blätter ineinandergeschoben ein Schiffchen. Etwa so:


Jedes dieser Schiffchen wird jetzt mit der Hackfleischmasse gefüllt und mit jeweils 2 weiteren Chicoreeblättern bedeckt. Diese Päckchen werden nun mit jeweils einer bzw auch gerne zwei, wenn man Schinkenfan ist, umwickelt, sodass du kleine Chicoreepäckchen im "Speck"mantel erhälst. Die Päckchen verteilst du nun in einer gefetteten Auflaufform, verteilst die restliche Hackmasse, falls nicht alles in die Schiffchen gepasst hat, in den Zwischenräumen, gießt die Sauce drüber und dann sollte das irgendwie besser aussehen, als das:


Püreemasse drauf verteilen, mit soviel Feta, wie du magst bekrümeln und bei 190°C Umluft für etwa 25 Minuten ab in den Ofen.

Vorher


Nachher

Ich hoffe du siehst, was ich mit Katastrophen Fotos gemeint habe. Aber es ist ja allgemein bekannt, dass die leckersten Sachen einfach nicht Fototauglich sind. Versuchen werde ich es aber auf jeden Fall noch einmal. Vielleicht in kleineren Formen oder so. Mal sehen ;-)




Freitag, 13. Januar 2017

#Gemueseexpedition Januar: Chicoreesalat

Chicoree... was ist das eigentlich?

Chicoree ist ein Bittersalat und gehört zu der Familie der Korbblütler. Vor allem in Belgien, Frankreich und den Niederlanden wird er aber in gedünsteter Form auch gerne als Gemüse genutzt. Aus der ziemlich große Zichorienwurzel wurde damals eine Art Kaffeeersatz gekocht, gegessen werden jedoch nur die Blätter.
Ich möchte gerne beide Varianten ausprobieren, die rohe und die gedünstete, beginne aber mit dem klassischen rohen Chicoreesalat, wie ihn meine Oma schon gemacht habt.
Falls du online auf der Suche nach Rezepten mit Chicoree bist, lass dich nicht verwirren. In Frankreich wird der Chicoree nämlich oft als Endivie bezeichnet und der Endiviensalat als Chicoree. Klingt zwar komisch, ist aber so...


Du brauchst:
  • 1 Päckchen Chicoree (das sind meistens 3 Stück drin)
  • 1 EL Essig
  • 3 EL Öl
  • Pfeffer
  • Salz
  • ein Schuss Sahne
  • ein Schuss Maggie
 Die Zubereitung ist auch kinderleicht.
Halbiere den Chicoree und schneide den Kern heraus. Dieser hat besonders viele Bitterstoffe und ist daher ziemlich ungenießbar. Detze die restlichen Blätter dann 10 Minuten auf kaltes Wasser. Das entzieht zusätzlich Bitterstoffe und macht den Chicoree insgesamt milder. Schneide dann alles so klein, wie du es am liebsten magst.
Für das Dressing vermischst du einfach alle Zutaten und vermengst es mit dem Salat.
Voila! Schon geschafft. Besonders oft gibt es diesen leichten Salat zu schweren Gerichten mit viel Fleisch und Kartoffeln.

Auf Gemüseexpedition mit Claretti

Guten Abend ihr lieben Abenteurer.

Die liebe Clara von Tastesheriff hat dieses Jahr zu einer ganz tollen Aktion aufgerufen. Da wir alle ziemlich festgefahren sind in den Dingen, die wir regelmäßig kochen und einkaufen, bleibt gewisses Gemüse einfach auf der Strecke. Klar, habe ich schonmal Kohlrabi gegessen. Das tue ich sogar ziemlich gerne, aber immer nur bei Muddi. Selbst gemacht habe ich sie in den 6 Jahren, die ich jetzt mit dem Mann zusammen lebe erst ein einziges mal. Keine sonderlich gute Bilanz.
Aber das möchte ich gerne ändern. Auch die fabelhafte Juli von HeimatPOTTential (der einzige Grund, weswegen ich überhaupt Snapchat nutze) probiert sich derzeit an Gemüserezepten von Sorten, die sonst nie auf den Teller kommen.
Meine Mutter und die Oma sind von der Idee so begeistert, dass sie auf jeden Fall auch mit mischen möchten. Dementsprechend werden wohl die meisten Rezepte zu dem Thema Gemüseexpedition dieses Jahr aus der Familie stammen.

Der Expeditionsplan sieht übrigens folgendes vor:
Januar - Chicoree
Februar - Wirsing
März - Spinat
April - Rettich
Mai - Kohlrabi
Juni - Buschbohnen
Juli - Fenchel
August - Radieschen
September - Rote Beete (Bunte Beete)
Oktober - Chinakohl
November - Grünkohl
Dezember - Rotkohl

Das einzige Problem an der Sache ist, dass ich Wirsing und Grünkohl so wirklich überhaupt garnicht mag! Deswegen werden wir auch evt. ein paar kleine Änderungen im Plan vornehmen. Da ich aber eh vorhabe jeden Monat 2-3 Rezepte zu testen und wenn sie was werden auch zu verbloggen, werde ich beidem mal eine Chance einräumen. Evtl. finden das die Familie und der Mann ja super und nur ich hab damit ein Problem. Dann hätte es ja auch durchaus trotzdem eine Daseinsberechtigung hier. Trotzdem haben wir uns überlegt den einen Monat zum Poree zu wechseln und im anderen beim Blumenkohl vorbeizuschauen. Die beiden kommen bei uns nämlich auch viel zu selten auf den Tisch. Poree eigentlich nur als Suppeneinlage, aber als Gemüse... geliebäugelt habe ich auch mit Weißkohl, aber den mag ich echt gerne und er kommt als Weißkohl Hackfleisch-Pfanne bzw. Krautsalat auch echt oft auf den Tisch. Somit wäre ja der Sinn ein klein wenig verfehlt ;-)

Meine Mutter und Großmutter waren mir bisher schon eine große Hilfe. Wir haben eigentlich schon unseren kompletten Fahrplan für das Jahr fertig. Zudem habe ich mir auch schon so ziemlich alle Rezepte raus geschrieben, die ich zu den einzelnen Gemüsesorten gerne machen würde.
Mit dem Chicoree müssen wir uns jetzt ja schon fast ein bisschen sputen. Geplant sind
1. ein klassischer Chicoree Salat (evtl. in zwei Versionen) und
2. Chicoree Schiffchen gefüllt mit Hackfleisch und mit Feta überbacken. 

Wer von euch ist denn auch mit dabei, wenn es heißt eine Gemüseexpedition die ist lustig, eine Gemüseexpedition, die ist schön...?



Quelle: http://www.tastesheriff.com/die-gemuese-expedition/

Ich hoffe morgen schon das erste Rezept zusammen mit meiner Mutter testen zu können. Denn es ist ratsam immer jemanden zu haben, falls einem das Essen dann selbst gar nicht schmeckt, was bei "fremdem" Gemüse ja durchaus mal der Fall sein kann. Also ran an den Chicoree und ab die Post!

Die Rezepte müssen nur immer innerhalb des entsprechenden Monats gepostet werden und dürfen nicht aus dem Archiv stammen. Der Hashtag #Gemueseexpedition darf gern genutzt werden und wenn man die tolle Aktion der lieben Clara auch noch verlinkt, kann man sein Bild vielleicht auf Pinterest bestaunen.

Persönlich freue ich mich schon sehr auf die Herausforderung und hoffe dann auch in Zukunft dieses "fremde" Gemüse mehr in unserer Küche zu finden.

Ich hoffe ihr macht auch alle zahlreich mit und wer weiß. Vielleicht zaubert eine/r von euch ja dabei mein neues Lieblingrezept aus dem Hut ;-)




 

Sonntag, 8. Januar 2017

Hochzeitstorte Birch Tree

Diesen Sommer haben Freunde von uns geheiratet. Den Stefan kennt der Mann jetzt schon seit 16 Jahren und ich kenne ihn seit über 12 Jahren. Als die Frage nach der Hochzeitstorte kam, war für mich natürlich sofort klar, dass ich mich um kein anderes Geschenk mehr für die beiden kümmern muss :-D Ich finde Hochzeitsgeschenke nämlich immer unheimlich schwierig. Noch schlimmer als Geburtstage, Weihnachten oder Jahrestage. 
Ein paar Wochen vor der Hochteit haben wir uns dann noch einmal zusammen gesetzt zund überlegt, wie die Torte aussehen könnte. Die beiden haben mir verraten, wie sie die Tische dekorieren werden, was sie für die Kirche geplant haben und welche Farben sie verwenden würden.
Dekoelemente und Farben waren überwiegend natürtöne und auch die Tischdeko war sehr natürlich. Die Platzkarten waren kleine gravierte Birkenscheben, überall standen frische Blumen und Vasen und Windlichter mit Spitze verziert. Entsprechend den Vorgaben habe ich mich dann auch für eine Torte in einem natürlichen Look entschieden. Ich muss dazu sagen, dass die beiden mir bei der der Deko vollkommene Entscheidungsfreiheit gelassen haben. "Rike, wir vertrauen dir da. Die wird schon toll" sind so in etwa die schönsten Worte, die man sich in einem solchen Fall vorstellen kann.


Geplant war von der Braut eine Torte zum anschneiden (mit Schokoböden und Himbeercreme) und viele kleine Cupcakes zum satt essen. Zumal es auch noch ein seperates Nachtischbuffet gab. Verhungern musste also wirklich niemand!


In Anlehnung an die Tischdeko und die Platzkärtchen habe ich mich dann für eine Torte in Birkenstammoptik entschieden. Nicht zu kitschig, schlicht, aber trotzdem schön und mit den golden schimmernden Caketopper auch ein bisschen edel.



Die Fotografin hat auch noch ein paar Bilder der Torte gemacht und ich hoffe, dass ich da noch ein paar schönere Fotos bekomme, da ich vor lauter Aufregung, dem Aufbau, der "Übergabe" an das Brautpaar etc. vergessen habe auch die Cupcakes mit aufs Bild zu nehmen. *shame on me*



Geschmacklich gab es unter anderem:
  • Schokomuffins mit Nutellatopping
  • Zitronenmuffins mit Lemoncurdtopping
  • Cookiedough-Cupcakes
  • Schokomuffins mit Himbeer-Marcarpone-Topping
und noch einige andere wilde Kombinationen.





Alle Gäste wurden satt, das Brautpaar war glücklich (zumindest haben sie das behauptet und irgendwie sehen sie ja auch ganz happy aus ;-) oder?) und wir sind nach der Party mal ganz entspannt 14 Stunden lang nach Österreich in den Familienurlaub gefahren.
Es war ein sehr schönes, stressiges und anstrengendes Wochenende mit perfektem Hochzeitswetter. Ich hab geschwitzt, geweint, mir die Finger verbrannt und wenig geschlafen, aber ich hätte es mir echt selbst übel genommen, hätte ich den beiden absagen müssen und bin heute umso glücklicher zu sehen, dass eigentlich alles gar nicht so schlimmm war und mir selbst das Ergebnis auch jetzt noch gut gefällt.
Vielen Dank liebe Marina und lieber Stefan, dass ihr so viel Vertrauen in mich hattet und mir vollkommen freie Hand gelasse habt <3 war ja schon ein bisschen mutig ;-)