Dienstag, 29. September 2015

Zwiebelkuchen (mit oder ohne Ei)

Ich könnte ihn ja das ganze Jahr über essen, für viele gehört er aber nur in den Herbst... der Zwiebelkuchen. Auch, wenn wir nur ein 2-Personen Haushalt sind, backe ich immer mindestens ein ganzes Blech bestehend aus 1 Kg Zwiebeln und 250g Speck =D
Falls dann nach Tag 2 doch noch was übrig ist (so nach Zwiebelkuchen zum Frühstück, Mittag und Abendbrot inkl. Snack), kann man ihn auch super einfrieren.



Ich persönlich brauch dazu auch keinen Wein, bzw brauchen wäre hier der falsche Ausdruck. Da ich keinen Wein trinken, bestehe ich darauf ihn mit einem Glas Wasser zu mir zu nehmen. Eine Ausnahme macht der Federweißer im Jesuiter-Hof in Königswinter. Nachdem wir am Sonntag auf dem Drachenfels waren, haben wir dort gegessen (die mit ABSTAND besten Spinatknödel meines Lebens) und ich habe mich überwunden den Federweißer dann doch mal zu probieren und ich muss sagen, er war gar nicht schlecht.



Eigentlich wollte ich mir danach noch eine Portion Zwiebelkuchen dort mitnehmen,war nach meinen Knödeln aber soooo voll, dass ich keinen Gedanken mehr an was essbares verwenden konnte. ^^

Aus diesem Grund habe ich dann gesten beschlossen, dass ich unbedingt nochmal Zwiebelkuchen backen müsste. Der Mann ist leider eigentlich kein so großer Fan dieses Gerichtes, aber das war mir dann einfach mal egal. Mehr als 24 Stunden hätte ich einfach nicht mit diesem inneren Drang leben können. Also gab es Zwiebelkuchen und wer sagts denn? Allen hats geschmeckt und der mann wollte sogar noch einen Nachschlag, weils so gut war.

Jetzt aber schnell zum Rezept, bevor ich hier abbreche und die nächste Portion vorbereite.

Du brauchst...

Für den Teig:

  • 400g Mehl, hier halb halb 405er & 550er)
  • 1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Salz, gestrichen
  • 250ml Wasser, lauwarm
  • 1 Prise Zucker
Für den Belag:
  • 1 Kg Zwiebeln
  • 1 EL Öl
  • 125-250g Speck, je nach Gusto
  • 2 Becher Schmand
  • Salz & Pfeffer
  • wer mag 2 Eier
Für den Teig solltest du zunächst einmal die Hefe mit der Prise Zucker in das Wasser kippen und verrühren. Während so die Hefe aktiviert wird, kannst du schon einmal die restlichen Zutaten abmessen und verrühren. Gib das Wasser-Hefe Gemisch nach etwa 5-10 Minuten hinzu. Das Wasser sollte nun ein paar Bläschen geworfen haben.

Stell den Teig in einer sauberen, abgedeckten Schüssel an einen warmen Ort und fange an die Zwiebeln zu schneiden. Die ersten Zwiebeln schneide ich immer in Ringe. Spätestens nach der 4ten bin ich immer schon so am heulen, dass es mir egal wird, wie das Ganze aussieht, Hauptsache die Dinger sind klein genug.
Lass dann den Speck mit dem Löffel Öl in einer großen Pfanne oder einem Topf aus. Nicht zu lange, der Speck soll ja nicht zu trocken werden und kommt später noch eine 3/4 Stunde in den Backofen ;-) Den kannst du an dieser Stelle schon mal auf 180°C Umluft stellen.
Gib nun die Zwiebeln hinzu und dünste sie glasig an. Das kann bei der Menge etwas dauern. Die Zwiebeln sollten jedoch nicht zu viel Farbe bekommen. Sobald sie fertig sind, kannst du den Schmand hinzu geben und alles kräftig abschmecken (bei uns kommt 
eine extra Portion Pfeffer rein). Wer mag kann jetzt in die heiße Masse noch 2 Eier rühren und/oder noch mit etwas Muskat würzen. Keine Sorge, wenn du kein Fan davon bist, lass es einfach raus. Der Zwiebelkuchen hält seine Form trotzdem und schmeckt super. Ich habe dieses mal das Ei schlichtweg vergessen und fand ihn fast noch besser, als sonst.

Roll jetzt den Teig aus und gib ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Achte dabei drauf, dass die Ränder etwas hoch stehen. Nimm dir noch schnell eine Gabel, um den Teig damit einzustechen. Verteile dann gleichmäßig die Masse darauf und schiebe alles für 45 Minuten in den Ofen. Lass am besten die Küchentüre geschlossen, denn 45 Minuten können, bei dem Duft, der sich verbreitet, unendlich lange erscheinen.


Falls du noch etwas Teig übrig hast, knapps doch etwas von der Füllung ab und mache ein paar Zwiebelkuchenmuffins. Die eignen sich super zum mitnehmen am nächsten Tag. Egal ob Schule oder Arbeit ;-)

Ich fürchte ich muss morgen in der Mittagspause noch ein Netz Zwiebeln und eine packung Speckwürfel kaufen ^^

Viel Spaß beim nachbacken und ausprobieren...





Montag, 28. September 2015

Zwiebelbrötchen-Auflauf

Ich geister ja ziemlich viel auf Instagram rum. Es ist mittlerweile wesentlich interaktiver und spannender, als Facebook mit seiner Reichweitenbegrenzung. Hier habe ich vor geraumer Zeit das Profil von Ela (@we5ive) gefunden. Sie ist Mutter von 4 Mädchen & einem Kater, Hausfrau, Partnerin und vieles mehr. Außerdem zeigt sie auf ihrem Profil, wie sie den Alltag meistert und dann auch noch super leckere, schnelle Gerichte auf den Tisch zaubert. Eines davon sind die Zwiebelbrötchen.

Du kennst das. Es ist spät, du willst nicht mehr viel Zeit fürs Kochen investieren und vor allem nicht erst um 22 Uhr essen. Du schaust in den Kühlschrank und eigentlich ist er ja sogar ziemlich voll, aber irgendwie kommt dir doch nicht die zündende Idee, was du damit anfangen könntest. Ging uns die Woche genauso. Aber dank der lieben Ela hatten wir eine tolle Inspiration. Dafür habe ich mich auch überwunden und die erste Tütensuppe meines Lebens gekauft ^^



Statt Würstchen, wie bei Ela, haben wir jedoch ein halbes Schweinefilet genommen, welches dringend verbraucht werden wollte.
Für diese Köstlichkeit benötigst du:


  • 1 Paket Sonntagsbrötchen (z.B. knack & back, Aldi oder ähnliches)
  • 1 Päckchen Zwiebelsuppe oder etwa 300 ml selbst gekochte Zwiebelsuppe (dann entfallen natürlich Wasser und Sahne)
  • 100 ml Wasser 
  • 200 ml Sahne
  • 75g Parmesan (ich nehm auch gern mal etwas mehr)
  • 1/2 Schweinefilet
  • Frühlingszwiebeln nach Geschmack
  • 1 große Auflaufform
Fange wie immer an den Ofen vorzuheizen. Entweder auf 200°C Ober-/ Unterhitze oder 180°C Umluft
Die Zubereitung geht ganz einfach. Mach die Rolle mit den Brötchen auf und schneide sie in kleinere Stücke, ich teile sie je nach Größe in 6 bis 9, und verteile sie dann gleichmäßig in der Auflaufform. Wer mag, kann jetzt schon ein paar Ringe Frühlingszwiebeln hinzu geben. 


Dann wird die Suppe angerührt. Bringe das Wasser zum kochen und rühre das Suppenpulver sorgfältig ein (Klümpchen wären nachher nicht sonderlich appetitlich. Gib dann die Sahne hinzu. Falls sich das Pulver nicht so gut verteilen lässt, erwärme die Sahne vor der Zugabe etwas. Dann kühlt die Flüssigkeit nicht so sehr aus und die restlichen Bestandteile können sich in der größeren Menge warmer Flüssigkeit besser auflösen. Dieser Punkt entfällt natürlich, wenn du mit frischer Zwiebelsuppe arbeitest. Ein Rezept dafür gibt es dann hoffentlich in der nächsten Woche.
Aber egal, für welche Zwiebelsuppe du dich entscheidest, du solltest noch den Parmesan hinzufügen und dann alles über die Brötchen geben.

Jetzt kannst du das Fleisch scharf anbraten und auf dem Auflauf verteilen. Keine Sorge, im Ofen wird es auf jeden Fall durch garen.
Ela hat in ihrere Variante Bratwürstchen aus der Kühlung genommen, diese einfach in Scheiben geschnitten und ungebraten verteilt. Da die Würstchen ja nicht roh sind, reicht auch hier die Garzeit allemal.

Schiebe also alles für etwa 25 Minuten in den Ofen, bis es schön knusprig ist.

Nach dem Backen kannst du gerne noch ein paar dekorative Frühlingszwiebelringe drauf verteilen und voilà, es ist angerichtet. Der Brötchenauflauf, wie wir ihn nennen, schmeck übrigens nicht nur warm.

Als zweite Variante haben wir ihn jetzt auch in einer Pilzvariante getestet. Dazu brauchst du

  • 1 Paket Sonntagsbrötchen (z.B. knack & back, Aldi oder ähnliches)
  • 1 Päckchen Waldpilzsuppe/Champignonrahmsuppe oder etwa 300 ml selbst gekochte Pilzsuppe (dann entfallen auch hier natürlich Wasser und Sahne)
  • 100 ml Wasser 
  • 200 ml Sahne
  • 75g Parmesan
  • 150g Hühnerbrustfilet
  • 4-5 Champignons, hier sind es braune
  • Frühlingszwiebeln nach Geschmack
  • 1 große Auflaufform


Die Zubereitung ist natürlich ganz ähnlich, wie bei den Zwiebelbrötchen.
Schneide erst die Brötchen und dann die Champignons klein und verteile alles mit ein paar Ringen Frühlingszwiebeln in der Form. Rühre dann die Suppe an (in diesem Fall ist es übrigens noch wichtiger darauf zu achten, dass sich das Pulver auflöst, da es etwas hartnäckiger ist, als das der Zwiebelsuppe), ergänze sie durch eine wenig Pfeffer und Parmesan und gib dann alles über die Brötchen.

Schneide nun das Hühnerfilet in mundgerechte Stücke und brate es kurz an. Und auch hier solltest du darauf achten, dass du es nicht zu lange in der Pfanne lässt, weil es sonst nur unnötig austrocknen würde.

Auch hier geht das Ganze dann für etwa 25 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft in den Ofen, bis es knusprig ist.


Falls die dritte geplante Variante uns genau so gut schmeckt wie die ersten beiden, bekommst du dafür natürlich auch das Rezept. Nur ein kleiner Tipp... es wird wohl um Tomaten und Paprika gehen.

Dann wünsche ich viel Spaß beim ausprobieren und bis nächstes Mal


Sonntag, 6. September 2015

Super schnelle Sonntagsbrötchen

Ich weiß nicht genau, wie es bei euch ist, aber bei uns macht der Bäcker sonntags spätestens um 11 Uhr zu. Gerne auch früher. Und sonntags schlafen wir schonmal gerne aus oder verbaseln den Morgen auf der Couch mit Musik, einem guten Buch, dem ersten Kaffee oder dem Film, bei dem wir am Vorabend eingeschlafen sind und ganz plötzlich ist es dann schon unheimlich spät.
So geschehen heute morgen. Plötzlich war es 10 vor 11 und somit waren wir für Brötchen zu spät dran. Naja kein Problem, ich habe ja diverse Sorten Mehl im Haus, da wird sich schon was finden. Nach kurzem hin und her habe ich dann im Ordner mit Omis Rezepten auch ein paar Frühstücksbrötchen gefunden, die nur 5 Minuten gehen müssen. Bingo!
Insgesamt habe ich 30 Minuten gebraucht, bis die Brötchen fix und fertig auf dem Tisch standen.



Für 5 Brötchen (durchaus genug für 2 Erwachsene) brauchst du



  • 150g Mehl Nr 1050
  • 150g Mehl Nr 405
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL ÖL (hier Rapsöl)
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • Körner nach Bedarf (hier geschrotete Leinsamen, Kürbiskerne und heller Sesam)
  • Wer mag kann noch einen kleinen Spritzer Honig hinzufügen

 Fang wie immer damit an den Ofen vor zu heizen, 220°C Umluft sind optimal, und stelle eine kleine Schale Wasser auf den Boden des Backofens.
Rühre jetzt den Zucker und die Hefe in das warme Wasser, bis sich alles aufgelöst hat, und wiege die anderen Zutaten ab. Jetzt kipp einfach alles zusammen und knete so lange, bis sich ein geschmeidiger, leicht feuchter Teig bildet. Er sollte jedoch nicht an den Fingern oder am Boden der Schüssel kleben bleiben. Wenn das der Fall ist, gib noch etwas Mehl dazu (egal ob 405er, 1050er oder 550er oder oder oder).
Teile den Teig jetzt in 5 Portionen á ca. 110g  und rolle (schleife) sie zu süßen, kleinen Brötchen ;-) Diese musst du nun nur noch mit etwas Wasser bepinseln und nach 5 Minuten Ruhe, an einem muckelig warmen Ort, können sie auch gleich schon für etwa 20 Minuten in den Backofen. Tadaaa schon fertig =)


Noch heiß mit einem weichen Ei waren sie perfekt! Schöne Kruste, aber innen ganz weich und fluffig ♥


Also... wenn du das nächste mal verschlafen hast und keine Brötchen mehr in Sicht sind, oder aber es schüttet draußen wie aus Eimern, keine Panik. Das mit dem Frühstück klappt trotzdem ^^