Mittwoch, 18. März 2015

[Backen] Zimtschneckenkuchen ohne Hefe

Morgens vor dem Frühstück sag ich noch vor der ersten Tassee Kaffee zu meinem Freund: "Boah... irgendwie hab ich heute derbst Lust auf Zimtschnecken. Aber ich hab keine Hefe mehr im Haus und bin auch irgendwie zu unmotiviert den Teig gehen zu lassen." Dabei scrall ich, wie so oft, durch meine Timeline bei Instagram und auf einmal trifft es mich vollkommen unvorbereitet. Ein Bild von Jeanny aka Zucker, Zimt & Lieb. Ein Stück Kastenkuchen aber was sind denn diese seltsamen Linien da drin? Das sieht doch aus wie... das kann doch nicht sein... ist das wirklich?
JA! Es ist wirklich das, was ich denke, was es ist.
Zimt!



Oh mein Gott ich glaub ich bin im Himmel. Leider hab ich nicht genug Zeit, um zu checken, ob ich alles im Haus hab. Das muss bis später warten. Den Tag über manifestiert sich dann der Wunsch nach Zimtschnecken so unfassbar heftig, dass ich es zu Hause nicht mehr aushalte. Noch bevor ich die Schuhe aus habe, durchwühle ich auch schon den Küchenschrank, denn es könnte ja sein, dass ich direkt nochmal los muss und ich denke ja hin und wieder auch mal praktisch.
Wunderbar, alles da. Es kann los gehen, womit sich das mit den Schuhen dann wohl erledigt hat. Jacke aus, Tasche in die Ecke... an die Schüssel, fertig, LOS!

 Jetzt schnell
  • 225g Butter, weich
  • 200g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 4 Eier
  • 325g Mehl
  • 1 TL Backpulver und
  • 3EL Milch
  • 60g Zucker (naja okay bei mir sinds bestimmt 75g)
  • 1 EL Zimt (oder auch mehr ^^)
aus den Schränken und Schubladen gezogen und ab geht die Post. Und das schöne ist das Ganze geht auch noch echt schnell!
Im Eifer des Gefechts fällt mir auf, dass ich wahrscheinlich der einzige Mensch auf dieser Erde bin, der keine 0815 Königskuchenform hat und für ne Brotform könnt das etwas wenig Teig sein. Naja dann wird es halt ein Gugelhupf ;-)

Also direkt die Form ausgefettet, bemehlt und die Küchenmaschine aus dem Schrank gezogen.

Ich fange also wie immer mit dem Vorheizen des Ofens an. 175°C Ober- Unterhitze. Danach wandern Butter, Zucker und Salz in die Schüssel und werden cremig gerührt. Die Eier folgen nacheinander. Ist das erste komplett untergezogen, folgt das Nächste und so weiter.

Währenddessen wiege ich die restlichen Zutaten ab, siebe Mehl und Backpulver und mische alles rasch mit in die Schüssel. Als letztes folgt die Milch. Wichtig... das Mehl jetzt nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag unterrühren. Aber das gilt ja eigentlich für jeden Kuchen.

Jetzt geht das erste Drittel Teig direkt in die Form und die Hälfte der Zucker-Zimt-Mischung gut verteilt oben drüber. Jetzt mit weniger Vorsicht, als nötig ungeduldig das zweite Drittel Teig oben drauf, wieder Zimtzucker, wieder Teig und zu guter letzt noch schnell ein kleines Portiönchen Zimtzucker für die Kruste oben drauf.

Das aller schlimmste folgt aber erst jetzt. Warten... auf Kuchen... und es riecht so schnell so herrlich nach Zimt... ich lenke mich ab und raffe mich auf schonmal alles zu spülen. Der Kuchen braucht etwa 1 Stunde. Wie soll ich das nur aushalten? In der Zeit werde ich zur Freude des Herrn Randale zum rabiaten Putzteufel und endlich... der Wecker klingelt, die Stäbchenprobe zeigt keine restlichen Krümel mehr und somit kann das Schätzchen raus ♥




Natürlich vrebrenne ich mir vor lauter Hektik die Pfoten, aber das kann ich noch verschmerzen.
Bis er kalt genug ist, um ihn anzuschneiden bereite ich schonmal ein bisschen Deko vor. Zerschnibbel Marshmellows und schmelze Schokolade. Ein bisschen hin, ein wenig da und hier noch was oben trauf und tadaaa... fertig ist das Schmuckstück.

Endlich kann er auch angeschnitten werden ♥ Da ich etwas unwirsch war beim verteilen des Teiges, mutet er nun ehr einem Marmorkuchen an. Auch nicht schlimm. Schmecken tut er auf jeden Fall super. Sogar ganz ohne Sahne!



Ich hoffe ich konnte dich ein wenig anstecken und wünsche dir viel Spaß beim nachbacken ♥




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