Freitag, 4. Dezember 2015

Schoko-Tassenkuchen mit Nüssen

Eigentlich bin ich ja gar kein Fan von Tassenkuchen. Bisher hat jeder, den ich probiert habe irgendwie komisch geschmeckt und die Konsistenz war irgendwie wie Gummie, alles, aber nicht "kuchig". Deswegen habe ich eine lange Zeit den Hype darum nicht verstanden.
An einem kalten, verregneten Tag im September, saß ich dann aber krank und einsam auf dem Sofa und hatte sooooo Kuchenhunger! Groß backen wollte ich nicht und so ein eingeschweißter Kuchen aus dem Supermarkt kommt mir nicht in die Tüte. Eine Alternative musste her.
Ich glaube genau diesen Hilferuf hat der liebe Kuchenbäcker Tobias gehört, denn plötzlich erschien in meinem Facebookfeed ein Foto von einem Schoko-Madel-Tassenkuchen. Ich mag zwar nicht so gerne Mandeln, aber hey... ich hab noch gaaanz viele Haselnüsse.

 

Ich hab gar nicht lange gefackelt und schnell die Zutaten zusammen gesucht. Wenns wieder ein Flop ist, dann ist es das halt, aber dann hab ich vielleicht auch keinen Bock mehr auf Kuchen =D
Aber weit gefehlt. Nach dem Öffnen der Mikrowelle kommt mir ein herrlicher Duft entgegen und verdammt... das Teil schmeckt auch noch richtig gut ♥


Auch schon Hunger? Danns schnapp dir eine große Tasse (oder zwei kleine) , nimm dir 5 Minuten Zeit und du wirst belohnt.
Du brauchst:

  • 4EL Mehl
  • 1/4 TL Backpulver 
  • 1 EL Zucker
  • 1EL Vanillezucker
  • 2 EL Nutella
  • 2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 2 EL Milch (Nussmilch passt auch super)
  • 2 EL gehackte Haselnüsse (oder magst du lieber Walnüsse?) und
  • 1 Ei
Die Zubereitung ist auch kinderleicht. Misch die trockenen Zutaten, füge dann die flüssigen hinzu und rühr alles ordentlich durch. Fette die Tasse(n) mit ein klein wenig Öl und mach die Tasse etwa halb voll mit Teig.
Dann gehts nur noch in die Mikrowelle. 1:40 Min bei 800 Watt sollen genügen. Lass den Kuchen dann noch etwa eine Minute "ziehen", bevor du los legst. Perfekt schmeckts übrigens mit einer Kugel Zimt- oder Nusseis als Topping ♥

 

Du siehst also... ganz einfach und vor allem schnell kannst du deinem Kuchenhunger ein Ende bereiten. Probiers aus und lass dich überraschen!


 

Sonntag, 15. November 2015

Apfelmusmuffins

Der Herbst war in den letzten Wochen fleißig und hat uns ein paar große Gläser super leckeres, selbstgemachtes Apfulmus beschert. Okay, zugegeben war es nicht der Herbst, aber unsere lieben Freund Annika und Stephan. Sie waren super fleißig und haben jeden Apfel, den sie in die Finger bekommen haben eingekocht. Zu meinem Glück ;-) Wir hatten dieses jahr nämlich nicht ganz so viel Glück, was die Apfelernte anbelangt.




Was macht man also nun mit dem vielen Apfelmus? Genau, kochen und backen. Wir haben uns dieses mal für saftige Apfelmusmuffins entschieden und sie mit Zimt und Haselnüssen verfeinert. Klingt gut? Finden wir auch!


Die Muffins haben aber noch einen entscheidenen Vorteil. Ich bin ja ein großer Freund der Spülmaschine, besitze jedoch keine solche. Deswegen sind Rezepte, bei denen man möglichst wenig Dinge schmutzig macht noch viel besser ^^.
Du brauchst also  nur
  • 1 Schüssel und
  • 1 Schneebesen
Ergibt nach Adam Riese nur zwei Dinge, die dreckig werden ;-)
Natürlich brauchst du aber auch ein paar Zutaten . Das Rezept ist wohl nur auf 10 Muffins ausgelegt. Ich nehme aber meistens die doppelte Menge und mach sie etwas voller. Du brauchst also für die einfache Menge:
  • 1 Ei
  • 100 g Zucker
  • 75ml neutrales Öl (z.B. Sonnenblume oder Raps)
  • 100 ml Apfelmus (am leckersten ist natürlich das selbst gemachte mit Stückchen ♥)
  • 200g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt (wer mag mehr oder weniger)
  • eine Hand voll gehackter Haselnüsse (ca. 35-50g)
  • und wie immer eine Prise Salz

 
Heize kurz den Backofen vor (180C°).
Verrühre nun einfach Ei, Zucker, Öl und Apfelmus (sprich die flüssigen Zutaten) und gib dann die trockenen Zutaten hinzu.
Falls der Teig noch etwas zäh sein sollte, kannst du entweder noch etwas Apfelmus oder aber einen kleinen Schluck Apfelsaft hinzu geben. Einfach alles gut verrühren und fertig ist der Teig.
Verteile ihn jetzt noch gleichmäßig auf die Förmchen und dann wandern die kleinen Leckereien nur noch für 15-20 Minuten bei 180C° in den Backofen.

Besonders lecker sind sie mit einem Klecks Zimtsahne ♥



 

Freitag, 30. Oktober 2015

Currywurstsoße



Ich muss euch was gestehen... ich wohne zwar am Rande des Ruhrgebiets und war als Kind schon oft dorft unterwegs, habe meine allererste Currywurst aber erst mit 15 Jahren auf einem winzigen Weihnachtsmarkt hier im Kreis gegessen. Wieso? Keine Ahnung! Wahrscheinlich war sie bei uns zu Hause halt nicht so beliebt. Da gabs zu Pommes immer Gyros (damals wars auch einfach das Beste im Umkreis von 100km) und die ganze Familie war zufrieden. Ein weiterer Grund dafür könnte sein, dass ich nie großer Fan von Bratwurst war und dementsprechend nie darauf gekommen bin mir eine in der Frittenbude zu bestellen.

Meine erste Currywurst war dann auch nur so semi lecker, muss ich leider gestehen. Deswegen habe ich die Wiederholung dieser Tat ersteinmal weit zurück geschoben. Irgendwann hat mein Freund aber angefangen von einer Lokalität zu schwärmen, die angeblich die beste Currywurst in der Gegend haben soll und für ihn noch viel wichtiger, in jedem Schärfegrad, der einem beliebt (die schärfste Wurst darf man übrigend nur anschauen, nicht essen =D). Also sind wir ins "la Bougie im Spö" nach Mönchengladbach-Rheydt gefahren. Da habe ich dann meine erste gute Currywurst gegessen. Die war sogar so gut, dass wir drei Wochen später noch einmal hingefahren sind und gleich meinen Vater mitgenommen haben, da ich wusste, dass der voll auf sowas steht. Neben Currywurst im klassischen Sinne gibt es übrigens auch ganz ganz viele andere Kreationen. Sich da zu entscheiden ist schon gar nicht so leicht (nur, falls da mal jemand essen gehen will ^^ ich empfehle es gerne weiter)

Die nächste Wurst gabs dann erst wieder in Berlin. Da gibts die Beste, haben sie gesagt, die musst du unbedingt probieren, haben sie gesagt, Curry 36, haben sie gesagt. Also wir da direkt am ersten Abend hin... ja... Wurst mit Soße... bzw mit extra gewürztem Curryketchup. Ich war ziemlich enttäuscht. Am lezten Tag in Berlin habe ich dann der Wurst aber noch eine Chance gegeben und eine bei der Wursterei in der Nähe vom Zoo geordert und ich muss sagen, dass war eine super Idee. Die Soße war toll, die Wurst genau richtig. Aber ich kann ja nicht jedes mal, wenn ich Currywurst essen will weiß Gott wohin fahren.
Irgendwie musste das also auch so gehen. Meine Mutter hat irgendwann dann mal ein Rezept für Currysoße auseiner Zeitschrift rausgesucht. Wenn ich jetzt nur wüsste, welche das war. Ich hab mir das dann grob notiert und es letzte Woche wieder in die Finger bekommen. 
Ich hab mir dann ja auch vor kurzem erst diesen Lidl Thermomixverschnitt gekauft, auch Thermomix für Arme genannt. Mein Monsieur Cuisine, wir nennen ihn auch Jaques, muss sich aber gar nicht verstecken. Ich find ihn super, so wie er ist. Und da die Zubereitung der Sauce etwa eine Stunde dauert und ich noch soooo viel anderes im Haushalt zu tuen hatte, hab ich Jacque für mich arbeiten lassen, was aber nicht heißt, dass man das Ganze nicht auch genauso gut im Topf hinbekommen kann.
Geplant war ein Abend mit 6 Freunden und jeder Menge Fußball. Und sobald es um mehr als vier Personen geht, fange ich scheinbar an uns zu überbevorraten und habe gleich eine große Portion gekocht. Zudem verringert sich ja auch die Zeit nicht, wenn ich weniger kochen würde, also darf dann auch mal ein bisschen mehr sein.



Du brauchst also für 3 mittelgroße Einmachgläser


  • 500 ml Cola (mein nächster versuch startet mit Zero)
  • 6 EL Apfelmus (hier selbst gekochtes)
  • 1 Zimtstange
  • 4 EL Currypulver, gehäuft
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 guten Schuss Zitronen- oder Limettensaft
  • 500 ml Tomatenketchup
  • 4 EL Curryketchup
  • 550g stückige Tomaten und
  • 1 1/2 TL Kreuzkümmel
Zunächst muss die Cola um etwa 1/4 ihres Volumens einkochen. Sobald das erledig ist, kannst du alle anderen Zutaten, bis auf die Zimtstange hinzu geben und alles für 45 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Immer wieder umrühren und den Deckel nicht vergessen, denn es kann ordentlich spritzen. Nach etwa 20 Minuten der Zeit kannst du dann die Zimtstange hinzu geben und fertig kochen lassen.
Wenn die Soße durch ist, einfach die Zimtstange herausfischen und alles noch einmal ordentlich durchpürieren und ich heiß ausgespülte Gläser füllen. Im Kühlschrank gelagert halten sie einige Wochen. Wie lang genau, kann ich nicht sagen, weil sie hier schlicht und ergreifend nicht so lange hält.



Besorg die jetzt einfach ein paar feine Bratwürste, schneide sie an, ich man die Kreuzform optisch einfach am liebsten, und brat sie so, wie du sie gern magst.
Nehem sie kurz aus der Pfanne und schneide sie klein und wirf sie wieder rein. Gieße jetzt so viel von der Currysoße drüber, wie du willst.



Währenddessen noch schnell eine Zwiebel in halbe Ringe schneiden, diese dann in etwas Mehl wälzen und in viel Öl ausbacken bzw frittieren, bis die Zwiebeln goldbraun sind.


Jetzt nur noch schnell alles anrichten und es kann geschlemmt werden ♥


Dann wünsche ich viel Spaß beim nachkochen und guten Appetit.


Dienstag, 27. Oktober 2015

Opas deftige Bohnensuppe

Bei meinen Großeltern gabs bestimmte Gerichte, die mein Opa kochen musste. Unter anderem war das die Bohnensuppe. Und genau wie früher schmeckt sie auch heute noch. Zum Glück hat mein Opa das Rezept nämlich noch zeitig weiter gegeben, sonst würden wir die Suppe heute leider nicht mehr essen.
Eigentlich ist es glaub ich streng genommen ein Eintopf. Irgendwie mag ich das Wort Eintopf aber nicht (wer weiß wieso).

Der Mann ist krank. Und nicht mit so ner 0815 Männergrippe sondern mit so richtig fiesem Husten und ekligem Grippezeug. Heute war er dann endlich beim Arzt und der hat ihm viel warmes mit viel Flüssigkeit und viel leckere Suppe verschrieben. Und mit einem kranken Mann leg ich mich nicht an :D
Die Suppe kennt der Mann von meiner Mutter und ich hatte spontan Lust die auch mal endlich selbst zu kochen (sonst hol ich mir nämlich einfach eine Dose voll beim Mutti ab).
Für mich muss so ne Suppe, bzw so ein Eintopf, übrigens halbwegs einfach zu machen sein und für viele Leute reichen, so kann ich einige Portionen einfrieren für faule Abende ;-)












Also jezt aber genug erzählt... für einen großen Topf brauchst du:
  • 450g Brechbohnen TK
  • 75-100g Speck
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • Bohnenkraut (ganz wichtig!)
  • 1x Rinder- oder Gemüsefond
  • Rinder- oder Gemüsebouillon
  • Wasser
  • 3 mittelgroße oder 5 kleine Kartoffeln
  • 2 Cabanossis oder Mettenden
  • 4 große Wiener Würstchen
Die Zubereitung ist ganz einfach. Lass in deinem Suppentopf (ich persönlich liebe ja DIESEN hier [nein, keine Werbung. Ich mag den einfach super gern und koch das nahezu alles drin]) und gib die Zwiebeln dazu, bis sie glasig sind. Gib dann etwa 1 TL Bohnenkraut dazu und brate es n Minütchen mit. Lösche alles mit dem Glas Rinderfond ab und strecke das Ganze mit der selben Menge an Wasser. Jetzt brauchst du noch 1 Glas Bouillon. Ich nehme hier immer die Bouillon pur von Knorr, schmeiß sie in das leere Glas vom Rinderfond, gieße es mit heißem Wasser auf, rühr bis sich alles aufgelöst hat und fertig.
Schäle und würfel die Kartoffeln und schneide die Cabanossis klein. Gib alles in den Topf und lasse die Suppe solange Köcheln, bis die Kartoffeln sogut wie durch sind. Schütte dann einfach die Bohnen hinein und schnibbel die Wiener in mit rein. Lass alles noch weitere 10 Minuten köcheln, dann sollten die Bohnen fertig und warm sein, und fertig ist die Suppe.




Uns schmeckt sie am besten mit frischen Brötchen mit Maggi und guter Butter ♥

Sonntag, 18. Oktober 2015

Brioche - Französisches Weißbrot

Ich mochte Frankreich nie besonders. Als Kind war ich 2 mal in der Bretagne im Urlaub. An sich nettes Häuschen, Meerblick und nur wenige Minuten bis zum Strand. Gruselig wurde es dann aber bei einem Restaurantbesuch.
Ich weiß nicht einmal mehr, was ich gegessen habe, aber ich fand es ganz gruselig. Selbst die Pommes an der Strandbude waren unterirdisch. Zum Glück haben wir in einem Ferienhaus gelebt, sodass die Muddi überwiegend gekocht hat. Verhungern mussten wir also alle nicht ;-) Dieses Erlebnis hat sich so in mein Gedächtnis gebrannt, dass ich nie wieder freiwillig hin wollte, zumal ich auf französisch nur beleidigen/fluchen kann und nicht ein Wort verstehe. ^^

Aber dieses Jahr oder spätestens im Frühling 2016 muss ich wohl doch noch einmal nach Frankreich. Unsere geliebte Käthe ist nämlich als Austauschlehrerin schon das zweite Jahr in Frankreich. So richtig mitten drin, und das meine ich wörtlich. Sie wohnt in Bourges, was in der theoretischen Mitte Frankreichs liegt. Und ich fürchte, wenn ich da bin, werde ich auch dort essen müssen ^^ ich werde also mein Kindheitstrauma überwinden müssen, die Arschbacken zusammenkneifen und meinen Eindruck der französischen Küche etwas auffrischen (und ich bete, dass ich positiv überrascht sein werde).


Angefangen haben wir jetzt zu Hause erst einmal mit französischem Gebäck in aller Art. Mein Freund war dieses Jahr schon da unten und hat mir die besten Macarons mitgebracht, die ich bisher je gegessen habe.
Danach fing der Herzmann an Brioche zu kaufen, weil es scheinbar in Bourges Blut geleckt hat, was mich dann natürlich dazu gebracht hat das doch einfach mal selbst machen zu wollen. Also hab ich ein paar Rezepte gewälzt und meine Fühler ein wenig ins Nachbarland ausgestreckt und auch ein ziemlich gutes Ergebnis herausbekommen. 


Kleiner Fakt nebenbei... ihr kennt ja sicher alle den Spruch: Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es eben Kuchen essen. Kuchen war in dem Zitat Brioche, welcher damals ehr als Kuchen galt, als heute. bekannt war Brioche hier in Deutschland auch als Apostelkuchen.

Wie das Ganze funktioniert verrate ich natürlich auch noch.
Für 2 Zöpfe oder ein Brot brauchst du


  • 1 Ei
  • 500g Mehl (Typ 550)
  • 1 Würfel Hefe
  • 60g Butter
  • 100g Zucker
  • 125 ml Sahne, warm
  • 150 ml Milch, warm
  • 1 Prise Salz
Die Zubereitung gestaltet sich auch ganz einfach. Du brauchst nur ein wenig Zeit und Geduld.
Gieße Milch und Sahne zusammen und brösel die Hefe hinein und lasse sie sich auflösen. Gib einen EL Zucker hinzu.
In der Zeit kannst du schon einmal das Mehl mit dem restlichen Zucker und dem Salz mischen und das Ei hinzugeben. 
Kipp jetzt unter ständigem Rühren die Hefelösung hinein und lass danach die Butter Löffelweise oder in Flocken dazu. Jetzt solltest du einen schön geschmeidigen Hefeteig haben. Falls er noch zu sehr klebt, gib noch ein bisschen Mehl hinzu.

Jetzt darf der Teig abgedeckt an einem ruhigen, warmen (aber nicht heißen) Ort gehen, bis er sich etwa verdoppelt hat. 
Teile den Teig nun in zwei Teile. Forme nun aus jedem Teil je drei Stränge und flechte einen engen Zopf aus dem Teig.
Decke die Zöpfe wieder mit einem sauberen Handtuch ab und lasse sie noch einmal 40 Minuten gehen. In der Zeit kannst du den Ofen schon mal auf 180° Umluft vorheizen.
Nach Ablauf der 40 Minuten solltest du dein Brioche noch schnell mit einer Mischung aus Eigelb und Sahne bestreichen ;-)
Jetzt wandert das Ganze noch schnell für etwa 20-25 Minuten in den Ofen und du kannst dich schonmal eine Runde vorfreuen ♥. 

Wie immer bleibt mir noch noch dir viel Spaß beim nachbacken zu wünschen.

 






Dienstag, 29. September 2015

Zwiebelkuchen (mit oder ohne Ei)

Ich könnte ihn ja das ganze Jahr über essen, für viele gehört er aber nur in den Herbst... der Zwiebelkuchen. Auch, wenn wir nur ein 2-Personen Haushalt sind, backe ich immer mindestens ein ganzes Blech bestehend aus 1 Kg Zwiebeln und 250g Speck =D
Falls dann nach Tag 2 doch noch was übrig ist (so nach Zwiebelkuchen zum Frühstück, Mittag und Abendbrot inkl. Snack), kann man ihn auch super einfrieren.



Ich persönlich brauch dazu auch keinen Wein, bzw brauchen wäre hier der falsche Ausdruck. Da ich keinen Wein trinken, bestehe ich darauf ihn mit einem Glas Wasser zu mir zu nehmen. Eine Ausnahme macht der Federweißer im Jesuiter-Hof in Königswinter. Nachdem wir am Sonntag auf dem Drachenfels waren, haben wir dort gegessen (die mit ABSTAND besten Spinatknödel meines Lebens) und ich habe mich überwunden den Federweißer dann doch mal zu probieren und ich muss sagen, er war gar nicht schlecht.



Eigentlich wollte ich mir danach noch eine Portion Zwiebelkuchen dort mitnehmen,war nach meinen Knödeln aber soooo voll, dass ich keinen Gedanken mehr an was essbares verwenden konnte. ^^

Aus diesem Grund habe ich dann gesten beschlossen, dass ich unbedingt nochmal Zwiebelkuchen backen müsste. Der Mann ist leider eigentlich kein so großer Fan dieses Gerichtes, aber das war mir dann einfach mal egal. Mehr als 24 Stunden hätte ich einfach nicht mit diesem inneren Drang leben können. Also gab es Zwiebelkuchen und wer sagts denn? Allen hats geschmeckt und der mann wollte sogar noch einen Nachschlag, weils so gut war.

Jetzt aber schnell zum Rezept, bevor ich hier abbreche und die nächste Portion vorbereite.

Du brauchst...

Für den Teig:

  • 400g Mehl, hier halb halb 405er & 550er)
  • 1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Salz, gestrichen
  • 250ml Wasser, lauwarm
  • 1 Prise Zucker
Für den Belag:
  • 1 Kg Zwiebeln
  • 1 EL Öl
  • 125-250g Speck, je nach Gusto
  • 2 Becher Schmand
  • Salz & Pfeffer
  • wer mag 2 Eier
Für den Teig solltest du zunächst einmal die Hefe mit der Prise Zucker in das Wasser kippen und verrühren. Während so die Hefe aktiviert wird, kannst du schon einmal die restlichen Zutaten abmessen und verrühren. Gib das Wasser-Hefe Gemisch nach etwa 5-10 Minuten hinzu. Das Wasser sollte nun ein paar Bläschen geworfen haben.

Stell den Teig in einer sauberen, abgedeckten Schüssel an einen warmen Ort und fange an die Zwiebeln zu schneiden. Die ersten Zwiebeln schneide ich immer in Ringe. Spätestens nach der 4ten bin ich immer schon so am heulen, dass es mir egal wird, wie das Ganze aussieht, Hauptsache die Dinger sind klein genug.
Lass dann den Speck mit dem Löffel Öl in einer großen Pfanne oder einem Topf aus. Nicht zu lange, der Speck soll ja nicht zu trocken werden und kommt später noch eine 3/4 Stunde in den Backofen ;-) Den kannst du an dieser Stelle schon mal auf 180°C Umluft stellen.
Gib nun die Zwiebeln hinzu und dünste sie glasig an. Das kann bei der Menge etwas dauern. Die Zwiebeln sollten jedoch nicht zu viel Farbe bekommen. Sobald sie fertig sind, kannst du den Schmand hinzu geben und alles kräftig abschmecken (bei uns kommt 
eine extra Portion Pfeffer rein). Wer mag kann jetzt in die heiße Masse noch 2 Eier rühren und/oder noch mit etwas Muskat würzen. Keine Sorge, wenn du kein Fan davon bist, lass es einfach raus. Der Zwiebelkuchen hält seine Form trotzdem und schmeckt super. Ich habe dieses mal das Ei schlichtweg vergessen und fand ihn fast noch besser, als sonst.

Roll jetzt den Teig aus und gib ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Achte dabei drauf, dass die Ränder etwas hoch stehen. Nimm dir noch schnell eine Gabel, um den Teig damit einzustechen. Verteile dann gleichmäßig die Masse darauf und schiebe alles für 45 Minuten in den Ofen. Lass am besten die Küchentüre geschlossen, denn 45 Minuten können, bei dem Duft, der sich verbreitet, unendlich lange erscheinen.


Falls du noch etwas Teig übrig hast, knapps doch etwas von der Füllung ab und mache ein paar Zwiebelkuchenmuffins. Die eignen sich super zum mitnehmen am nächsten Tag. Egal ob Schule oder Arbeit ;-)

Ich fürchte ich muss morgen in der Mittagspause noch ein Netz Zwiebeln und eine packung Speckwürfel kaufen ^^

Viel Spaß beim nachbacken und ausprobieren...





Montag, 28. September 2015

Zwiebelbrötchen-Auflauf

Ich geister ja ziemlich viel auf Instagram rum. Es ist mittlerweile wesentlich interaktiver und spannender, als Facebook mit seiner Reichweitenbegrenzung. Hier habe ich vor geraumer Zeit das Profil von Ela (@we5ive) gefunden. Sie ist Mutter von 4 Mädchen & einem Kater, Hausfrau, Partnerin und vieles mehr. Außerdem zeigt sie auf ihrem Profil, wie sie den Alltag meistert und dann auch noch super leckere, schnelle Gerichte auf den Tisch zaubert. Eines davon sind die Zwiebelbrötchen.

Du kennst das. Es ist spät, du willst nicht mehr viel Zeit fürs Kochen investieren und vor allem nicht erst um 22 Uhr essen. Du schaust in den Kühlschrank und eigentlich ist er ja sogar ziemlich voll, aber irgendwie kommt dir doch nicht die zündende Idee, was du damit anfangen könntest. Ging uns die Woche genauso. Aber dank der lieben Ela hatten wir eine tolle Inspiration. Dafür habe ich mich auch überwunden und die erste Tütensuppe meines Lebens gekauft ^^



Statt Würstchen, wie bei Ela, haben wir jedoch ein halbes Schweinefilet genommen, welches dringend verbraucht werden wollte.
Für diese Köstlichkeit benötigst du:


  • 1 Paket Sonntagsbrötchen (z.B. knack & back, Aldi oder ähnliches)
  • 1 Päckchen Zwiebelsuppe oder etwa 300 ml selbst gekochte Zwiebelsuppe (dann entfallen natürlich Wasser und Sahne)
  • 100 ml Wasser 
  • 200 ml Sahne
  • 75g Parmesan (ich nehm auch gern mal etwas mehr)
  • 1/2 Schweinefilet
  • Frühlingszwiebeln nach Geschmack
  • 1 große Auflaufform
Fange wie immer an den Ofen vorzuheizen. Entweder auf 200°C Ober-/ Unterhitze oder 180°C Umluft
Die Zubereitung geht ganz einfach. Mach die Rolle mit den Brötchen auf und schneide sie in kleinere Stücke, ich teile sie je nach Größe in 6 bis 9, und verteile sie dann gleichmäßig in der Auflaufform. Wer mag, kann jetzt schon ein paar Ringe Frühlingszwiebeln hinzu geben. 


Dann wird die Suppe angerührt. Bringe das Wasser zum kochen und rühre das Suppenpulver sorgfältig ein (Klümpchen wären nachher nicht sonderlich appetitlich. Gib dann die Sahne hinzu. Falls sich das Pulver nicht so gut verteilen lässt, erwärme die Sahne vor der Zugabe etwas. Dann kühlt die Flüssigkeit nicht so sehr aus und die restlichen Bestandteile können sich in der größeren Menge warmer Flüssigkeit besser auflösen. Dieser Punkt entfällt natürlich, wenn du mit frischer Zwiebelsuppe arbeitest. Ein Rezept dafür gibt es dann hoffentlich in der nächsten Woche.
Aber egal, für welche Zwiebelsuppe du dich entscheidest, du solltest noch den Parmesan hinzufügen und dann alles über die Brötchen geben.

Jetzt kannst du das Fleisch scharf anbraten und auf dem Auflauf verteilen. Keine Sorge, im Ofen wird es auf jeden Fall durch garen.
Ela hat in ihrere Variante Bratwürstchen aus der Kühlung genommen, diese einfach in Scheiben geschnitten und ungebraten verteilt. Da die Würstchen ja nicht roh sind, reicht auch hier die Garzeit allemal.

Schiebe also alles für etwa 25 Minuten in den Ofen, bis es schön knusprig ist.

Nach dem Backen kannst du gerne noch ein paar dekorative Frühlingszwiebelringe drauf verteilen und voilà, es ist angerichtet. Der Brötchenauflauf, wie wir ihn nennen, schmeck übrigens nicht nur warm.

Als zweite Variante haben wir ihn jetzt auch in einer Pilzvariante getestet. Dazu brauchst du

  • 1 Paket Sonntagsbrötchen (z.B. knack & back, Aldi oder ähnliches)
  • 1 Päckchen Waldpilzsuppe/Champignonrahmsuppe oder etwa 300 ml selbst gekochte Pilzsuppe (dann entfallen auch hier natürlich Wasser und Sahne)
  • 100 ml Wasser 
  • 200 ml Sahne
  • 75g Parmesan
  • 150g Hühnerbrustfilet
  • 4-5 Champignons, hier sind es braune
  • Frühlingszwiebeln nach Geschmack
  • 1 große Auflaufform


Die Zubereitung ist natürlich ganz ähnlich, wie bei den Zwiebelbrötchen.
Schneide erst die Brötchen und dann die Champignons klein und verteile alles mit ein paar Ringen Frühlingszwiebeln in der Form. Rühre dann die Suppe an (in diesem Fall ist es übrigens noch wichtiger darauf zu achten, dass sich das Pulver auflöst, da es etwas hartnäckiger ist, als das der Zwiebelsuppe), ergänze sie durch eine wenig Pfeffer und Parmesan und gib dann alles über die Brötchen.

Schneide nun das Hühnerfilet in mundgerechte Stücke und brate es kurz an. Und auch hier solltest du darauf achten, dass du es nicht zu lange in der Pfanne lässt, weil es sonst nur unnötig austrocknen würde.

Auch hier geht das Ganze dann für etwa 25 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft in den Ofen, bis es knusprig ist.


Falls die dritte geplante Variante uns genau so gut schmeckt wie die ersten beiden, bekommst du dafür natürlich auch das Rezept. Nur ein kleiner Tipp... es wird wohl um Tomaten und Paprika gehen.

Dann wünsche ich viel Spaß beim ausprobieren und bis nächstes Mal


Sonntag, 6. September 2015

Super schnelle Sonntagsbrötchen

Ich weiß nicht genau, wie es bei euch ist, aber bei uns macht der Bäcker sonntags spätestens um 11 Uhr zu. Gerne auch früher. Und sonntags schlafen wir schonmal gerne aus oder verbaseln den Morgen auf der Couch mit Musik, einem guten Buch, dem ersten Kaffee oder dem Film, bei dem wir am Vorabend eingeschlafen sind und ganz plötzlich ist es dann schon unheimlich spät.
So geschehen heute morgen. Plötzlich war es 10 vor 11 und somit waren wir für Brötchen zu spät dran. Naja kein Problem, ich habe ja diverse Sorten Mehl im Haus, da wird sich schon was finden. Nach kurzem hin und her habe ich dann im Ordner mit Omis Rezepten auch ein paar Frühstücksbrötchen gefunden, die nur 5 Minuten gehen müssen. Bingo!
Insgesamt habe ich 30 Minuten gebraucht, bis die Brötchen fix und fertig auf dem Tisch standen.



Für 5 Brötchen (durchaus genug für 2 Erwachsene) brauchst du



  • 150g Mehl Nr 1050
  • 150g Mehl Nr 405
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL ÖL (hier Rapsöl)
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • Körner nach Bedarf (hier geschrotete Leinsamen, Kürbiskerne und heller Sesam)
  • Wer mag kann noch einen kleinen Spritzer Honig hinzufügen

 Fang wie immer damit an den Ofen vor zu heizen, 220°C Umluft sind optimal, und stelle eine kleine Schale Wasser auf den Boden des Backofens.
Rühre jetzt den Zucker und die Hefe in das warme Wasser, bis sich alles aufgelöst hat, und wiege die anderen Zutaten ab. Jetzt kipp einfach alles zusammen und knete so lange, bis sich ein geschmeidiger, leicht feuchter Teig bildet. Er sollte jedoch nicht an den Fingern oder am Boden der Schüssel kleben bleiben. Wenn das der Fall ist, gib noch etwas Mehl dazu (egal ob 405er, 1050er oder 550er oder oder oder).
Teile den Teig jetzt in 5 Portionen á ca. 110g  und rolle (schleife) sie zu süßen, kleinen Brötchen ;-) Diese musst du nun nur noch mit etwas Wasser bepinseln und nach 5 Minuten Ruhe, an einem muckelig warmen Ort, können sie auch gleich schon für etwa 20 Minuten in den Backofen. Tadaaa schon fertig =)


Noch heiß mit einem weichen Ei waren sie perfekt! Schöne Kruste, aber innen ganz weich und fluffig ♥


Also... wenn du das nächste mal verschlafen hast und keine Brötchen mehr in Sicht sind, oder aber es schüttet draußen wie aus Eimern, keine Panik. Das mit dem Frühstück klappt trotzdem ^^




Freitag, 28. August 2015

Pink Ombre Cake

Vor einiger Zeit, es muss so 2012 gewesen sein, habe ich mir aus irgend einer Zeitschrift ein Rezept für einen Ombre Cake heraus geschrieben. Leider konnte ich nicht mehr ganz nachvollziehen, welche es war. Ich glaube aber es handelte sich um die Lecker Bakery.

Das Rezept für die Böden habe ich jetzt schön des öfteren für meine Layer Cakes (Schichtkuchen) verwendet und finde es super lecker und man muss auch nur wenig "Haube" abschneiden. Da ich aber kein großer Fan von Buttercreme und Frostings bin, habe ich noch keinen im kompletten Ombrelook gebacken. Aber auch als Grundkuchen für eine Fondanttorte ist das Rezept optimal.

Diese Woche habe ich gleich zwei pinke Ombre Cakes gebacken und auf mehrfachen Wunsch hin, bekommst du jetzt natürlich auch alles Infos und Bilder dazu. Die Oben-Torte gabs die Tage ja schon einmal in Bilder.


Also zunächst einmal zu den Farben an sich. Ich selbst mag es ganz gerne, wenn die Farbunterschiede in den Böden gut zu sehen sind. ich habe auch schonmal einen gebacken, bei dem die Übergänge fließender sind. Das passte in dem Fall wirklich gut zum Gesamten sehr pastelligen Thema, aber generell mag ichs etwas krasser, wie zum Beispiel hier. Eine freundin nennt den Kuchen deswegen auch gerne Colour Blocking cake :D
Zum färben benutze ich Wilton Gelfarben. Auf die genaue Farbzusammenstellung komme ich aber später noch einmal zurück.

Diese Minitorte (12cm Durchmesser) war für meine Schwägerin in spe, Lisa, die an ihrem Geburtstag selbst im Urlaub war. Aber mal ehrlich... nur, weil jemand seinen Geburtstag im Urlaub feiert, hat er/sie doch auch Anspruch auf eine leckere Geburtstagstorte, sobald man nach hause kommt.
Und genau das gabs gestern.

Die beiden sind um 14:30 Uhr gelandet und zur selben Zeit stand ich in strömendem Regen auf dem "Blumen selber schneiden Feld" und habe danach die Wohnung ein bisschen dekoriert. Blumen und Törtchen sind dabei neben ein paar kleinen Geschenken unerlässlich ;-)
Ich selbst bin kein großer Fan der Farbe rosa, fand es aber fürs Geburtstagskind äußerst passend. Also habe ich genau wie vor einer Woche gebacken. Auf Grund der Größe der Torte musste ich mich allerdings auf four shades of pink beschränken.

Am einfachsten ist es übrigens, wenn man mehrere Springformen in der gleichen größe besitzt. Ich habe zum Beispiel 3 Springformen mit 18 cm Durchmesser. So muss ich maximal in zwei Durchgängen backen. Ich habe mir aber tatsächlich überlegt, ab ich mir das Layercake Set von Wilton kaufen soll. Die hab ich die Tage als 5er Set und 3er Set gefunden. Das 3er Set erleichtert einem sogar das Backen von Karo- oder Schachbrettkuchen. Ich habe mich da jedoch noch nicht entschieden.
Jetzt aber zum Rezept in einfacher Menge. Für 4x18cm musst du das Rezept dann natürlich verdoppeln. Ich backe aber lieber Schrittweise und bereite den Teig dann frisch zu, als 2 Böden zu backen und den anderen Teig einfach nur ruhen zu lassen. Auch deswegen immer nur folgende Portion und dann eben mal zwei.

Für 4x12cm oder 2x18 cm brauchst du:
  • 150g weiche Butter
  • 140g Zucker
  • 3 Eier
  • 25ml Buttermilch
  • 1 gestrichenen TL Backpulver (wirklich nicht mehr!)
  • 110g Mehl
  • 50g Speisestärke
  • Lebensmittelfarbe
Gefüllt habe ich den Kuchen mit einer einfachen, selbstgemachten Erdbeermarmelade

Beginne wie immer mit dem Vorheizen des Backofens auf 170°C bei Ober- Unterhitze. Natürlich hast du Eier und Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen, damit diese Zimmertemperatur haben und so besser zu verarbeiten sind ;-).
Schlage dann Butter und Zucker schaumig und gib nacheinander die Eier hinzu. Währenddessen kannst du schon einmal die trockenen Zutaten abmessen und sieben. Ich bin ja ganz ehrlich... ich siebe das Mehl nicht immer, wenn aber Stärke mit im Spiel ist tue ichs immer, weil die gerne mal klumpt.
Gib nun die Buttermilch zur Butter-Zucker-Eimasse und lass die Mehlmischung danach langsam einrieseln. Rühre aber nicht zu lange, das macht den Teig nicht besser ^^

Teile den Teig nun in 4 Teile (ich nehme dazu auch gerne die Waage zur Hand) und nun kann die Schweinerei beginnen. Suche dir die Farben raus, die du gerne benutzen möchtest. Ich habe folgendermaßen gefärbt:


Der erste Boden hat nur eine winzige Zahnstocherspitze Pink/Rosa erhalten.

Der zweite Bodenbekam eine ordentliche Zahnstocherportion Rose/Rosado

Der Dritte bekam viel Pink/Rosa und Rose/Rosado und eine Winzigkeit Burgundy/Color vino tinto

Der vierte Boden hat so ziemlich alles abbekommen. Rose, Burgundy und Violet/Violeta, davon jedoch nur ein wenig, da das Violett sehr blaustichig und dunkel ist. Ich glaube bei einem mal war mir das zu bläulich und ich habe noch ein wenig Christmas Red/Rojo navidad hinzugefügt.

Beginne aber immer erst mit wenig Farbe und füge bei Bedarf mehr hinzu. Benutze dafür immer nur einen Zahnstocker oder den Stiel eines Teelöffels. Sie ist sehr ergiebig und es ist immer echt doof, wenn die Farbe dann doch zu kräftig ist. Vor allem bei den sanften, hellen Farbtönen.

Verrühre die Farbe im Teig lieber länger und intensiver, sonst hast du nachher helle Flecken im Teig oder aber Farbschlieren ;-)
Verteile den Teig in den entsprechenden, vorbereiteten Springformen (Backpapier unten, gebuttert und mehliert an den Seiten) und backe ihn für 25 Minuten, vergiss aber die Stäbchenprobe nicht. Wenn ich die Böden in den 12er Förmchen backe, teste ich ab Minute 20.

Lass die Böden auf einem Kuchengitter auskühlen und löse sie dann vorsichtig aus der Form. Jetzt bei Bedarf nur noch ein wenig zurechtschneiden und schon kannst du zum Hochstapler werden ^^

Anschnitte der beiden Torten der Woche bekommst du hier natürlich auch noch.



Sonntag, 23. August 2015

[Motivtorte] Oben / Up

Heute hat eine ganz liebe Kollegin, oder leider jetzt ehemalige Kollegin Geburtstag und letztes Jahr hat ihr Freund (den ich auch schon seit fast 25 Jahren kenne) ihr einen Geburtstagskuchen gebastelt. Genau... gebastelt. Ich habe ihn gebacken, gefüllt und eingestrichen, aber er hat sich das erste mal mit dem komischen weißen Zuckerzeug, auch Fondant genannt, beschäftigt. Denn einfach nur um eine Torte zu bitten kam ihm nicht in die Tüte =) Immerhin sollte seine Freundin ja sehen, dass er sich auch selbst bemüht hat
Heraus kam eine super süße Findet Nemo Torte, auf die er auch zu Recht stolz war.

Dieses Jahr dachte sich der liebe Philipp wohl: "Was einmal zieht, zieht auch ein zweites mal" und hat es wieder gewagt. Und ich kann nur sagen... es hat sich gelohnt! Oder was meinst du?



Wieder habe ich den Kuchen wieder gebacken, gefüllt, eingestrichen und eingedeckt. Drin steckt übrigens ein rosa farbener Ombrecake. Das Rezept bekommt ihr die Woche auch noch, aber ich Schussel hab natürlich vergessen ausreichend vernünftige Fotos zu schießen.
Naja kein Problem. Ich hatte eh vor den so oder so ähnlich noch einmal zu backen. Dann reiche ich die später nach und ihr bekommt vorerst nur ein Anschnittbild ;-)

 Auch dieses mal haben wir uns für einen Animationsfilm als Dekoelement entschieden. Ich hoffe man erkennt, um welchen Film es sich hier handelt.
Genau! Natürlich handelt es sich um Pixars und Disneys "Oben" oder auch einfach "Up". Da Philipp jetzt aber schon ein wenig Erfahrung mit Fondant hatte, habe ich nur assistiert und ihn die gesamte Planung übernehmen lassen.
Schnell war das Grundmotiv gefunden und so wurde Stück für Stück geschnitten, vermessen, geplant und zusammen gepuzzelt.


Und wie schon vermutet ist natürlich alles gut gegangen und das Ergebnis ist meiner Meinung nach wirklich super! Vor allem, wenn man bedenkt, dass es erst sein zweiter Versuch war und der Erste schon ein Jahr her ist.

Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken, dass auch das Geburtstagskind heute mit dem Ergebnis zufrieden ist. Sowohl außen, als auch innen, aber das werden wir wohl erst gleich mit erleben.
Natürlich halte ich dich hier darüber auf dem laufenden. Jetzt heißt es also Sachen packen und los geht´s!

Hier gibts dann jetzt noch schnell ein Bild vom Anschnitt =)

 




Dienstag, 11. August 2015

Couscoussalat oder wenns mal wieder schnell gehen muss

Wenn der Mann abends mit den Worten "Ich hab morgen übrigens noch nichts zu Essen" ins Wohnzimmer kommt, hab ich keine Lust noch aufwändig etwas zu kochen. So eine Portion Couscous kocht sich aber fast von alleine. Ein bisschen heißes Wasser drauf, ziehen lassen, in der Zeit Gemüse klein schnibbeln und tadaaa... so schnell kanns gehen.


Einfach den Couscous nach Packunsanweisung garen (wer mag, gart ihn in etwas Gemüsebrühe) und alles klein schnibbeln, was man so mag. Bei mir waren es Tomate, Paprika, Frühlingszwiebeln, Gurke 40g Feta oder wahlweise ein paar TL Thunfisch. Ganz nach eigenem Geschmack. Dann darf alles zusammen mit dem Couscous in einen Topf.

Das wichtigste ist aber das Dressing. Hier halte ich mich halbwegs an die Angaben von Weight Watchers

Du brauchst:
  • 1/2 TL gelbe Currypaste
  • 1/2 TL Sambal Olek
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Öl
  • 1 TL Essig
  • etwas Limettensaft
  • Salz
  • Pfeffer 

Mische nun einfach alles zusammen und rühre es gut unter den Couscous. Ich lasse das Ganze dann gerne noch etwas stehen (gerne auch mal mehrere Stunden) und stelle den Salat, in Gläser gefüllt, in den Kühlschrank. Natürlich musst du selbst wissen, ob du ihn lieber lauwarm oder doch ehr kalt magst =)

Ich stell mich dann jetzt mal in die Küche und misch eine Portion (heute mit Feta und Thunfisch) für morgen mittag zusammen, damit nicht nur der Mann, sondern auch ich was für die Arbeit haben. Bei uns gibts ihn aber heute mit Bulgur, statt Couscous, aus dem einfachen Grund, dass der offen im Schrank steht und ich keine Lust habe jetzt noch einkaufen zu gehen ;-)



Dienstag, 4. August 2015

Babyparty für Noah



Bald wird der kleine Noah geboren. Das erste Kind von sehr sehr guten Freunden und wir fiebern seit Anfang der Schwangerschaft kräftig mit. Als die beiden uns dann erzählt haben, dass sie vorher gerne eine kleine Babyparty veranstalten wollen, hat es natürlich sofort in meinem Kopf gerattert. Ich wollte zu diesem Anlass unbedingt eine Torte machen, mich aber nicht aufdrängen. Was ein Glück, dass die beiden sich genau das von mir gewünscht haben.

Noch viel schöner war, dass sie mir jede kreative Freiheit gelassen haben. Der Plan war zunächst das Geschlecht geheim zu halten und es erst durch den Anschnitt der Torte zu offenbaren. Das hat die Mutter dann genau einen Tag durch gehalten, bis wirklich jeder wusste, dass es ein Junge wird ;-)
Somit habe ich dann auch all meine Pläne umgeschmissen, nur ein grobes Farbkonzept beibehalten


Auch geschmacklich waren mir eigentlich keine Grenzen gesetzt, wobei ich mich für evergreens entschieden habe.
Die untere Torte war ein Wunderkuchen mit Sahne, Limettensaft und Zitronenschale, gefüllt mit einer Himbeer-Mascarponecreme und die obere ein Wunderkuchen mit Kakao und einer Schokobuttercreme gefüllt.



Den Elefanten habe ich spontan in einer schlaflosen Nacht modelliert und freue mich (ja immernoch), dass er so gut angekommen ist. Vor allem, da ich zunächst nicht einmal selber wusste, was ich da tue und wie dieser Klumpen grau-blauer Fondant irgendwann mal zu einem Elefanten werden soll ;-)



Für die Buchstaben habe ich meine geliebte Martha Steward Mould (wobei ich sie für etwa 10€ geschossen hab) benutzt .

Leider hat die Torte beim Transport ein paar Macken abbekommen, aber zum Glück tut das dem Geschmack ja keinen Abbruch =)
Die Gäste waren total begeistert, allen voran Noahs Eltern und Großeltern.

Neben der Torte gab es dann noch einen Kirsch-Schokino-Gugelhupf, ein paar intolerante Muffins und Kuchenpralinchen mit Schoko und Kokos.


Aber hier noch schnell ein Schnappschuss der Anschnitte.