Dienstag, 28. Oktober 2014

Tomaten Schinken Quiche

Endlich habe ich es geschafft. Seit Monaten eier ich rum und jedes mal verpasse ich die "ich backs mir" Aktion von Tastesheriff Clara.
Jeden Monat gibt es ein Thema, zu dem man etwas kochen/backen soll. Leider hatte ich bisher entweder keine Zeit oder entsprechende Themen schon vorher verbloggt. Diesen Monat gabs das Thema Quiche und dank meiner Schluderigkeit und Mangel an schönen Fotos, hat das Rezept hier noch auf Halde gelegen.

Gestern hat dann der Postbote unverhofft an der Tür geklingelt und mir ein Paket mit einer wundervollen rechteckigen Quiche-/Tarteform gebracht. Ich glaube der Herr Randale liebt mich wirklich ♥ Obwohl ich schon sooo viele Formen habe und gar nicht mehr weiß, wo ich sie alle unterbringen soll, hat er mir doch noch eine bestellt und ich bin ganz verliebt.

Natürlich musste die Form unbedingt gleich ausprobiert werden. Zum Mittag kam dann eine ganz liebe Freundin vorbei und weil wir beide ein leichtes Hüngerchen hatten, haben wir uns gleich an die Arbeit gemacht und das hier gezaubert.


Diese Tomaten-Schinken-Quiche mit Parmesan sieht nicht nur unglaublich gut aus, sie schmeckt auch noch fantastisch. Und keine Sorge, die Zubereitung ist eigentlich ganz einfach.

Zunächst brauchst du für eine große runde Form (für eine rechteckige in etwa die Hälfte)

Für den Mürbteig
  • 200g Mehl
  • 100g Butter / Margarine
  • 5 EL kaltes Wasser und
  • 1 Prise Salz
Für den Belag
  • 250g Kirschtomaten
  • 150g rohen Schinken 
  • 75g Parmesan
  • 2 Eier
  • 125 ml Milch
  • 6 EL Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • Kräuter (TK)
Zunächst heitzt du den Backofen auf 225°C Umluft vor und knetest einfach alle Zutaten für den Teig zusammen, bis sich ein glatter "Klumpen" gebildet hat, der nicht klebt und sich gut vom Rand ablöst. Diesen stellst du dann erstmal kalt.

Dann kannst du schon einmal die Kirschtomaten halbieren und den Parmesan reiben. Die Schinkenscheiben drittel ich dann in der Regel, damit sich die Quiche später besser schneiden lässt.

Nun kannst du den Teig ausrollen und vorsichtig in die Form drücken. Auf den Teig kommt dann zunächst der Schinken, darauf der Parmesan und als letztes dann die halbierten Kirschtomaten.
Die Quiche wird jetzt für etwa 10 Minuten vor gebacken.

In der zwiswchenzeit verquirlst du die Eier mit der Milch, der Sahne, Salz, Pfeffer und den Kräutern (ich habe hier 8 Kräuter aus dem Froster genommen). Nach den 10 Minuten schüttest du die Masse vorsichtig über die Quiche und backst sie nocheinmal für etwa 15-17 Minuten, bis sich die Eiermilch leicht bräunt (Das hängt wie immer vom Backofen ab).




Die Quiche schmeckt sowohl warm, als auch kalt. Ich esse sie am liebsten einfach so, eine Freundin schwört auf Tomatenketchup dazu ;-)

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachbacken und guten Hunger

Samstag, 11. Oktober 2014

Zimtschnecken mit Äpfeln und Mandeln

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, die Heizung läuft schon seit einigen Tagen und hier liegt Zimt in der Luft. Bei uns ist wieder Zimtschneckenzeit ♥
Ich liebe die kleinen Dinger einfach. Ob als Schnecken oder als Kuchen, als Zupfbrot oder Pinwheel... Hefe, Butter, Zimt und Zucker sind einfach die perfekte Kombination.



Vorgestern habe ich mal wieder ein Rezept für einen Zimtschneckenkuchen gesehen. Dieses mal vom Kuchenbäcker Tobias. Seine Variante mit Äpfeln und Mandeln hat mich gleich angesprochen. Der Plan stand also. 
Gestern Abend hatte ich dann einen spontanen Zimt-Jieper und konnte nicht länger warten. Das Rezept habe ich dann ein wenig abgewandelt, da mein Freund einen Teil der Schnecken mit zur Arbeit nehmen wollte, seine Kollegen aber so furchtbar intollerant sind ;-) Milchzucker, Milcheiweiß (Butter ist aber okay ^^), rohe Äpfel...

Für diese Variante brauchst du

Teig
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 240ml lauwarme Vanille-Sojamilch
  • 60g weiche Butter
  • 60g Zucker
  • 1 Ei (M)
  • 1 TL Salz
  • 490g Mehl
Füllung
  • 2 Äpfel (hier aus dem heimischen Garten)
  • 2 EL Zimt
  • 4 EL Zucker, weiß
  • 2 EL Zucker, braun
  • 40g Butter
  • Margarine
  • gehackte Mandeln (oder Haselnüsse)



Zuerst mach dich an den Teig. Lös die Hefe in der Vanillemilch auf und geb danach den Zucker hinzu.

Messe alle anderen Zutaten und gebe sie in eine Schüssel. Gebe dann die Hefe-Milch Mischung hinzu und rühre alles mit einem Knethaken zu einem glatten Teig.
Dieser muss jetzt etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Bei mir auf der Heizung wurd er sogar noch deutlich größer.

Währenddessen kannst du schon einmal die Äpfel schälen und würfeln. Die Äpfel müssen nicht mit Zitronensaft besprenkelt werden. Falls sie leicht bräunlich werden, macht das gar nichts.

Wenn du damit fertig bist und der Teig aufgegangen ist, kannst du ihn auf einer leicht bemehlten Fläche rechteckig ausrollen. Ich nutze immer The Mat zum ausrollen. Das sind Matten, zwischen denen man in der Regel Fondant ausrollt. Aber da auch Hefeteig nicht darauf kleben bleibt, nehme ich immer eine als Untergrund.

Geb nun die Butter in einen Topf und lasst sie langsam flüssig werden. Heizt den Backofen auch schonmal auf 180°C vor.

Jetzt gehts an die Margarine. Bestreich mit ihr dünn die komplette Teigfläche. Besonders gut eignet sich dafür eine kleine Winkelpalett, um gleichmäßig zu arbeiten. Durch die Margarine werden die Schnecken nachher nicht trocken.

Streu die Äpfel und die Mandeln gleichmäßig über den Teig. Lass aber die Ränder oben und unten frei.

Die Butter sollte jetzt komplett geschmolzen sein. Rühr jetzt den braunen und weißen Zucker und den Zimt in die Butter. Wenn du es gerne zimtiger oder doch lieber dezenter magst, kannst du die Zimtmenge natürlich variieren.
Die Masse einfach nach Lust und Laune über die gesamte Fläche träufeln.

Nun einfach die lange Seite nach oben hin aufrollen und etwa 2 Finger breite Scheiben abschneiden.
In Form bleiben die Schnecken besonders gut, wenn du sie in einer Muffinform ausbackst. Vergiss aber nicht, die Form gut auszufetten.

Wenn du Angst hast, dass die Füllung unten heraus fällt, kannst du vorher ein wenig Teig zurück behalten und ihn nach dem ausbuttern unten in die Förmchen drücken. So bekommen sie eine Art Boden. 

Dann einfach die Röllchen in die Muffinformen geben. Ich streue gerne noch ein bisschen Zimtzucker über die Schnecken. Wenn du vor hast sie nachher noch mit Zuckerguss zu bepinseln, solltest du diesen Schritt auslassen.
 


Heraus kommen bei mir, nach etwa 25 Minuten Backzeit, in der Regel 24 der weltbesten Zimtschnecken.
Sie sollten nicht in der Form erkalten, da es schwierig werden die kamanellisierten Schnecken wieder aus der Form zu lösen. Ich lasse sie nur kurz ankühlen und stelle sie dann auf ein Abkühlgitter (mit einem Küchenkrepp darunter ist es auch gar nicht soooo ne Sauerei).

Sie schmecken sowohl warm, als auch kalt. Besonders gerne mögen wie sie mit Vanillequark (von Aldi) oder einfachem Milchreis ♥